FOCS-Treffen in Offenbach: Wie sollen Christen dem Bösen widerstehen?
DOM-Gesellschaft veranstaltet 41. Treffen des Forums für christliche Spiritualität in Kultur und Bioethik (FOCS).
Die Gesellschaft für Deutschsprachige Orthodoxie in Mitteleuropa (DOM) veranstaltet am 28. November 2026 ihr 41. FOCS-Treffen in Offenbach. Unter dem Titel „Dem Bösen widerstehen – Wie geht das?“ diskutieren die Teilnehmer das Spannungsfeld zwischen christlichem Radikalpazifismus und einer Verantwortungsethik, die unter bestimmten Umständen auch den Einsatz von Gegengewalt einschließt, wie die DOM-Gesellschaft mitteilte.
Das Treffen des Forums für christliche Spiritualität in Kultur und Bioethik (FOCS) findet in der rumänisch-orthodoxen Nikolauskirche in Offenbach statt und beginnt um 8 Uhr mit einer Göttlichen Liturgie. Das anschließende Vortrags- und Gesprächsprogramm widmet sich unterschiedlichen Aspekten des Widerstands gegen das Böse. Niklas Rack eröffnet die Reihe mit einem Beitrag über radikalen Pazifismus und Verantwortungsethik. Priester Sebastian Schmitt spricht über den Krieg als Strafe Gottes. Cornelia Hayes behandelt anhand von Texten Iwan Iljins und Wladimir Solowjews das Spannungsfeld zwischen der tragischen Unvermeidlichkeit von Gewalt und ihrer Rechtfertigung.
Den Abschluss der Vorträge bildet Claudia Podasca mit einer Auseinandersetzung über manipulierte Medien, Politik und Gewalt sowie die Frage, wie das Böse erkannt werden kann. Grundlage dafür sind unter anderem Texte aus Mila Behams Buch „Kriegstrommeln“. Im Mittelpunkt der Diskussion steht auch die Frage, wie sich Maßnahmen gegen das Böse mit der christlichen Pflicht zur Selbst-, Nächsten- und Feindesliebe vereinbaren lassen. Den Abschluss bildet um 18 Uhr eine deutschsprachige Vesper.
Die Teilnahme kostet 40 Euro; der Beitrag gilt zugleich für das Frühjahrstreffen 2027. Familien zahlen nur einen Beitrag. Anmeldungen sind bis zum 25. November per E-Mail an [email protected] möglich. Alle Teilnehmer erhalten zudem ein kostenloses elektronisches Jahresabonnement der Zeitschrift „Christian Bioethics“ für 2026.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Patriarch Bartholomäus die Feierlichkeiten zur Gründung der Türkischen Republik besucht hatte.
