Metropolit Mark leitete Totengedenken für russische Kriegsgefangene in Puchheim
Die Bruderschaft des Klosters des heiligen Hiob von Potschajew gedachte auf dem Russenfriedhof der im Ersten Weltkrieg verstorbenen russischen Soldaten.
Am 1. November 2026 besuchte die Bruderschaft des Klosters des heiligen Hiob von Potschajew den Russenfriedhof in Puchheim bei München. Dort wurde eine traditionelle Panichida, ein orthodoxer Gedenkgottesdienst für Verstorbene, für die russischen Soldaten gefeiert, die während des Ersten Weltkriegs in deutscher Kriegsgefangenschaft ums Leben kamen. Am Totengedenken nahm auch Metropolit Mark von Berlin und Deutschland teil, der dem Gottesdienst vorstand. Darüber berichtete Bruder Daniel Diewald auf seinem Instagram-Profil.
Der Russenfriedhof in Puchheim ist ein historischer Erinnerungsort, der mit der Geschichte der russischen Kriegsgefangenen in Deutschland verbunden ist. Während des Ersten Weltkriegs befand sich in Puchheim ein großes Kriegsgefangenenlager, in dem zahlreiche Soldaten des Russischen Kaiserreichs untergebracht waren. Die dort verstorbenen Gefangenen wurden auf einem eigens angelegten Friedhof beigesetzt. Bis heute erinnert die Begräbnisstätte an ihr Schicksal und die menschlichen Folgen des Krieges.
Das Totengedenken verband die orthodoxe Gebetstradition mit der Erinnerung an die Opfer des Ersten Weltkriegs. Die Teilnahme von Metropolit Mark unterstrich die kirchliche Bedeutung der Gedenkfeier. Mit der Panichida erinnerte die Bruderschaft an die verstorbenen Soldaten und setzte die Tradition des gemeinsamen Gebets für die Toten fort.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die antiochenisch-orthodoxe Gemeinde in Koblenz zum Patronatsfest eingeladen hatte.
