Hieromönch Hilarion predigte in Berlin: „Christus klopft an jedes Herz“

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Erzbischof Tichon von Rusa stand der Göttlichen Liturgie in Berlin vor. Foto: Diözese Erzbischof Tichon von Rusa stand der Göttlichen Liturgie in Berlin vor. Foto: Diözese

Predigt zum 22. Sonntag nach Pfingsten in der Auferstehungskathedrale in Berlin; Erzbischof Tichon von Rusa stand der Göttlichen Liturgie vor.

Am 1. November 2026, dem 22. Sonntag nach Pfingsten, zelebrierte Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, die Göttliche Liturgie in der Auferstehungskathedrale in Berlin. Bereits am Vorabend hatte er die Vigil in der Kathedrale geleitet, wie die Diözese berichtete.

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Im Mittelpunkt der Predigt von Hieromönch Hilarion (Reznicenko), der während des Gottesdienstes zum Evangelium sprach, stand das Gleichnis vom Sämann aus dem Lukasevangelium. Die vier unterschiedlichen Böden, auf die der Samen fällt, veranschaulichten die verschiedenen Haltungen der Menschen gegenüber dem Wort Gottes. Während manche es gleichgültig aufnehmen, andere nicht bereit sind, ihr Leben zu verändern, und wieder andere von den Alltagssorgen überwältigt werden, kann es auf gutem Boden reiche Frucht tragen. Die Annahme Christi erfordere daher die Bereitschaft, sich ihm ganz zuzuwenden und das eigene Leben an seiner Lehre auszurichten.

Zugleich hob Hieromönch Hilarion die theologische Bedeutung des Gleichnisses hervor: Der Sämann streut seinen Samen auf alle Böden, auch auf jene, die zunächst ungeeignet erscheinen. Darin zeige sich, dass Christus allen Menschen ohne Ausnahme entgegenkomme. Weder Herkunft noch die Erfüllung äußerer religiöser Vorschriften seien Voraussetzungen für die Annahme des Evangeliums. Entscheidend sei vielmehr ein offenes Herz. Christus selbst sei das Wort Gottes, das an jedes menschliche Herz klopfe und darauf warte, aufgenommen zu werden.

Abschließend rief der Geistliche dazu auf, das eigene Herz zu prüfen und sich zu fragen, ob der Glaube noch lebendig sei und die von Gott geschenkte Gnade wirke. Zugleich solle jeder dankbar dafür sein, dass ihn Gottes Ruf erreicht habe, und sich bemühen, Frucht in Form von Tugenden hervorzubringen. Nach dem Gottesdienst traf Erzbischof Tichon mit Vertretern der Erzengel-Michael-Gemeinde in Göttingen zusammen. Dabei wurden aktuelle Fragen des kirchlichen und gemeindlichen Lebens erörtert.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die bulgarisch-orthodoxe Gemeinde in Den Haag zur Kirchweihe eingeladen hatte.

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