Erzpriester Matthias Zierenberg: Gottes Wort braucht fruchtbaren Boden
Predigt in der serbisch-orthodoxen Gemeinde in Limburg über das Gleichnis vom Sämann und die Verantwortung des Menschen für das Wachstum des Glaubens.
Am 1. November 2026 predigte Erzpriester Matthias Zierenberg in der deutschsprachigen serbisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Lubentius in Limburg über das Gleichnis vom Sämann (Lk 8, 5–15). Ausgehend von der Frage, warum Jesus in Gleichnissen sprach, erläuterte er, dass das Verstehen der göttlichen Botschaft sowohl ein Geschenk der Gnade Gottes als auch mit der persönlichen Bereitschaft des Menschen verbunden sei. Entscheidend seien der gute Wille, die Aufmerksamkeit und der eigene Eifer für den Glauben. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.
Anhand der verschiedenen Böden, auf die der Sämann seinen Samen ausstreut, verdeutlichte Erzpriester Matthias Zierenberg, welche Hindernisse das Wort Gottes daran hindern können, im Menschen Wurzeln zu schlagen und Frucht zu bringen. Ablenkungen durch Medien, weltliche Vergnügungen, übermäßige Sorgen und das Streben nach materiellem Wohlstand könnten den Glauben verdrängen. Zugleich betonte er, dass Gott seine Liebe uneingeschränkt schenke und nicht allein die größtmögliche Fruchtbarkeit des Glaubens entscheidend sei.
Als Voraussetzungen für ein gesundes geistliches Wachstum nannte der Erzpriester die Pflege der Tugenden, das Gebet, Almosen, die Teilnahme an der Göttlichen Liturgie und den Empfang der Sakramente. Der Mensch müsse aufmerksam mit den Gaben Gottes umgehen und dafür Sorge tragen, dass das göttliche Wort in seiner Seele Wurzeln schlagen könne.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die serbisch-orthodoxe Gemeinde in Karlsruhe das Fest der Heiligen Petka feierte.
