Pakistan: Oberstes Gericht bestätigt Todesurteil gegen Christen
Qaiser Ayub bleibt wegen des Vorwurfs der Beleidigung Mohammeds zum Tode verurteilt. Seinen Bruder Amoon sprach das Gericht mangels Beweisen frei.
Am 7. Oktober 2026 bestätigte Pakistans Oberster Gerichtshof das Todesurteil gegen den Christen Qaiser Ayub wegen angeblicher Beleidigung des Propheten Mohammed. Seinen jüngeren Bruder Amoon sprach das Gericht mangels Beweisen frei, berichtet die Menschenrechtsorganisation CLAAS-UK.
Das Verfahren begann 2011, nachdem als blasphemisch eingestufte Inhalte auf einer mit Qaiser verbundenen Website entdeckt worden waren. Er bestreitet die Verantwortung: Er habe die Seite 2009 geschlossen; später habe jemand anderes sie reaktiviert und seinen Namen im Urheberrechtsvermerk belassen.
Die Brüder wurden 2014 verhaftet und im Dezember 2018 zum Tode verurteilt. 2022 bestätigte der Lahore High Court die Urteile. Qaiser bleibt im Gefängnis von Sahiwal, seit Jahren getrennt von seiner Frau und drei Kindern.
CLAAS-UK begrüßte Amoons Freispruch, äußerte aber Sorge um Qaisers Leben. Die Organisation, die sich gegen die Verfolgung von Christen einsetzt, forderte, sämtliche verbleibenden Rechtsmittel auszuschöpfen, digitale Beweise sorgfältig zu prüfen und die Rechte der Beschuldigten durch Schutz vor Bedrohungen zu wahren. Sie bat Christen, für Qaiser und seine Familie zu beten.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass OIDAC Europe im Juni 2026 insgesamt 40 antichristliche Hassverbrechen in zehn europäischen Ländern dokumentiert hatte.
