Bingen: UOK der Unterstützung von Russlands Krieg beschuldigt

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Informationstafel zu Sasha Kurmaz’ Installation bei der Skulpturen-Triennale Bingen 2026. Foto: UOJ-Leser. Informationstafel zu Sasha Kurmaz’ Installation bei der Skulpturen-Triennale Bingen 2026. Foto: UOJ-Leser.

Bei einer Kunstausstellung in Deutschland wurde der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche Unterstützung für Russlands Krieg vorgeworfen.

Am 4. Oktober 2026 endete in Bingen (Rheinland-Pfalz) die seit Mai laufende Skulpturen-Triennale. Auf der offiziellen Website der Ausstellung wird der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (UOK) weiterhin Unterstützung für Russlands Krieg vorgeworfen. Leser, die die Ausstellung besucht hatten, machten die UOJ darauf aufmerksam und sandten der Redaktion ein Foto einer Informationstafel mit entsprechenden Aussagen.

Die siebte Skulpturen-Triennale fand vom 16. Mai bis zum 4. Oktober 2026 unter dem Titel „Verbindung und Zusammenhalt“ statt. Veranstalterin der Ausstellung in Deutschland war die Gerda und Kuno Pieroth Stiftung. Maria Gleichmann-Pieroth eröffnete sie im Namen der Stiftung. Auch Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser und Kulturstaatssekretär Jürgen Hardeck sprachen bei der Eröffnung, wie aus einer Mitteilung auf der Website der Stadt Bingen hervorgeht.

Informationstafel zur Skulpturen-Triennale Bingen 2026
Informationstafel zur Skulpturen-Triennale Bingen 2026
Foto: UOJ-Leser.

Auf dem Foto ist die Tafel zur Installation „Temple of Transfiguration of the Lord“ des ukrainischen Künstlers Sasha Kurmaz zu sehen. Darauf wird die UOK als „Ukrainische Orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats“ und als Zweig der Russisch-Orthodoxen Kirche bezeichnet, der „in weiten Teilen die russische Invasion der Ukraine unterstützt“.

Weiter heißt es auf der Tafel: „Diese Kirche ist Teil eines hybriden Informations- und Propagandakrieges, in dem Religion und neoimperiale Ideologie untrennbar miteinander verbunden sind.“ Belege für diese Vorwürfe werden auf der Tafel nicht genannt.

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US-Senator kritisierte das Treffen der Orthodoxen vor dem Kongressgebäude und erklärte, dass die Behauptungen über die Verfolgung der UOK nicht der Wahrheit entsprechen.

Die Installation zeigt einen einfachen Bauwagen mit einer kleinen goldenen Kuppel und einem orthodoxen Kreuz. Auf der Ausstellung wurde die Konstruktion selbst gezeigt. Laut der Tafel thematisiert sie die Umwidmung öffentlicher Räume in Kirchen und Kapellen durch orthodoxe Geistliche.

Die Vorwürfe beschränken sich nicht auf die fotografierte Tafel. Auf der Ausstellungswebsite skulpturen-bingen.de stehen sie auch nach dem Ende der Triennale weiterhin. Der dort veröffentlichte ausführlichere Text wirft der UOK ebenfalls Unterstützung für die russische Invasion und eine Beteiligung an einem Informations- und Propagandakrieg vor.

Im Begleittext auf der deutschen Website wird jedoch nicht erwähnt, dass beispielsweise die mit dem Segen von Metropolit Onufrij gegründeten UOK-Gemeinden in Deutschland regelmäßig Hilfe für die Ukraine organisieren. Seit 2022 sind hier zahlreiche neue Gemeinden entstanden. Ihre Hilfsaktionen kommen vom Krieg betroffenen Zivilisten ebenso wie ukrainischen Soldaten zugute und umfassen Lebensmittel, Kleidung, Medikamente und medizinische Ausrüstung.

So organisiert die Kölner Gemeinde regelmäßig Sammlungen und Transporte mit Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten. Am 5. Oktober 2025 erhielt die Gemeinde von der Stadt Köln eine Dankesurkunde für ihr ehrenamtliches, kulturelles und soziales Engagement.

Ebenfalls unerwähnt bleibt beispielsweise, dass die UOK-Gemeinde in Paderborn bei einem Benefizabend im Januar 2026 Spenden für regelmäßige Mahlzeiten für verwundete ukrainische Soldaten sammelte, die in einem Krankenhaus rehabilitiert werden. Darüber berichtete der Informationsdienst der UOK.

Auch wird nicht erwähnt, dass das Oberhaupt der UOK, Metropolit Onufrij, bereits am 24. Februar 2022 den russischen Einmarsch verurteilte und dass das Konzil der UOK am 27. Mai 2022 den Krieg verurteilte.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die Kölner UOK-Gemeinde einem medizinischen Zentrum in Klischkiwzi in der Bukowina ein Ultraschallgerät zur Verfügung stellte.

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