27. September – Fest der Erhöhung des Kreuzes des Herrn
Die Gläubigen erinnern an die Auffindung des Kreuzes Christi und seine Rückkehr aus persischer Gefangenschaft nach Jerusalem.
Am 27. September feiern orthodoxe Christen, die dem julianischen Kalender folgen, die Erhöhung des Heiligen und Lebensspendenden Kreuzes des Herrn. Dies berichtet die UOJ-Ukraine.
Nach der Auferstehung und Himmelfahrt des Erlösers blieb das Kreuz, an dem Christus gekreuzigt worden war, lange Zeit verborgen. Nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 lagen die mit dem irdischen Leben des Herrn verbundenen heiligen Stätten brach, und an ihrer Stelle wurden heidnische Heiligtümer errichtet.
Die Auffindung des Kreuzes erfolgte während der Herrschaft Kaiser Konstantins des Großen. Seine Mutter, die heilige apostelgleiche Kaiserin Helena, reiste ins Heilige Land, um nach den Stätten der Passion Christi zu suchen. Unter einem zerstörten heidnischen Tempel wurden drei Kreuze sowie Nägel und eine Tafel mit einer Inschrift gefunden.
Um das wahre Kreuz des Erlösers zu bestimmen, wurden die gefundenen Kreuze nacheinander einer kranken Frau aufgelegt. Nachdem sie mit einem von ihnen in Berührung gekommen war, wurde sie geheilt.
Zahlreiche Christen versammelten sich, um die Reliquie zu verehren. Da nicht alle das Kreuz sehen konnten, erhob der Jerusalemer Bischof Makarios es über das Volk. Die Gläubigen verehrten das Heilige Kreuz und riefen: „Herr, erbarme Dich.“
Im 7. Jahrhundert kam zur Erinnerung an die Auffindung des Kreuzes das Gedenken an seine Rückkehr aus Persien hinzu. Im Jahr 614 plünderten persische Truppen Jerusalem und brachten die Reliquie außer Landes. Vierzehn Jahre später brachte Kaiser Herakleios das Kreuz nach seinem Sieg über die Perser nach Jerusalem zurück, wo es erneut feierlich zur Verehrung durch die Gläubigen erhoben wurde.
Am Festtag wird in den Kirchen die Göttliche Liturgie gefeiert. Das Evangelium von den Leiden und dem Tod des Erlösers wird gelesen, und das Kreuz wird unter dem Gesang von Troparien und Lobpreisungen zur Verehrung in die Mitte der Kirche getragen.
Das Fest der Kreuzerhöhung verbindet die Verherrlichung Christi und des Kreuzes als Werkzeug des Heils mit der betenden Trauer über den Kreuzestod des Erlösers. Das Kreuz gilt zugleich als Zeichen des Sieges über die Sünde und als Altar, auf dem Christus freiwillig das Leiden zur Erlösung der Welt auf sich nahm.
Zum Gedenken an die Kreuzesleiden des Erlösers gilt an diesem Tag strenges Fasten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Jovan von Pakrac und Slawonien die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde in München besucht hatte.
