Patriarch Daniel: Geburt der Gottesmutter ist Ermutigung für Eltern
Der rumänisch-orthodoxe Patriarch betont anlässlich des Festes der Geburt der Gottesmutter die Bedeutung von Gebet, Geduld und verantwortungsvoller Erziehung.
Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat am 8. September 2026 anlässlich des Festes der Geburt der Gottesmutter zur Ermutigung von Eltern und kinderlosen Paaren aufgerufen. Bei der Göttlichen Liturgie in der historischen Kapelle des Heiligen Großmärtyrers Georg in der Patriarchalresidenz erklärte das Oberhaupt der Rumänisch-Orthodoxen Kirche, das Fest stehe am Beginn des Kirchenjahres, weil die Zahl Acht für die Ewigkeit und das ewige Leben stehe. Mit der Geburt Marias beginne zugleich die Heilsgeschichte, durch die der ewige Sohn Gottes als Mensch in die Welt komme, um die Menschen von Sünde und Tod zu erlösen und ihnen ewiges Leben zu schenken, berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Patriarch Daniel verwies auf die heiligen und gerechten Joachim und Anna, die lange um ein Kind gebetet hätten. Ihr Beispiel zeige die Kraft demütigen Gebets, der Geduld und des Wartens, insbesondere für Menschen mit Kinderwunsch. Zugleich erinnerte er an Familien, die Kinder adoptiert und damit durch ihre Liebe Elternschaft übernommen hätten. Elternverantwortung erschöpfe sich nicht in der leiblichen Geburt eines Kindes, sondern schließe dessen geistige Erziehung und beständige Fürsorge ein. Ein wahrer Elternteil helfe einem Kind, sich körperlich und geistlich zu entwickeln. Der Patriarch rief zudem zur Unterstützung kinderreicher Familien auf, da Kinder und Eltern durch Glauben und ein heiliges Leben zu Heiligen werden könnten.
Im Zusammenhang mit dem Beginn des neuen Schuljahres hob Patriarch Daniel in seiner Predigt die Bedeutung der Bildung hervor. Der größte Reichtum eines Menschen sei seine geistige und intellektuelle Bildung. Lehrkräfte und Erzieher hätten die Aufgabe, die Seelen von Kindern und Jugendlichen zu erleuchten und zu bereichern, damit diese ihrer Familie, Schule, Kirche und dem rumänischen Volk zum Wohl gereichten. Auch den Priestern komme als geistlichen Vätern eine besondere Rolle bei der religiösen Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu. Abschließend gratulierte Daniel den mehr als 2,6 Millionen Rumänen, die den Namen der Gottesmutter Maria tragen, und wünschte ihnen Wachstum im Gebet, im Glauben und in guten Taten sowie den Schutz der Gottesmutter.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Dionisij Idavajn in der neuen Ausgabe von „Frag den Priester“ über das Leben nach dem Tod, die Seele, das Gericht und die Trauer spricht.