Bauarbeiten an der Klosterkirche in Buchhagen kommen zügig voran
Außenputz weitgehend abgeschlossen – Kirchenbau verbindet byzantinisch-orthodoxe Liturgie mit altsächsischer Sakralarchitektur.
Im Deutschen Orthodoxen Dreifaltigkeitskloster Buchhagen im Landkreis Holzminden gingen die Bauarbeiten an der neuen Klosterkirche im Sommer 2026 zügig weiter. Mit Unterstützung eines Stukkateur-Wandergesellen vollendeten die Mönche den Außenputz sowie etwa die Hälfte des Innenputzes. Ende Juli begann zudem ein Dachdeckerbetrieb aus der Region mit der Eindeckung der restlichen fünf kleinen Dächer über der Vorhalle und den Seitenschiffen mit Wesersandsteinplatten. Darüber berichtete das Kloster kürzlich auf seiner Webseite.
Der Kirchenbau orientiert sich architektonisch an vor- und frühromanischen Bauformen des Weserberglandes und verbindet liturgische Elemente der byzantinisch-orthodoxen Tradition mit der Formensprache altsächsischer Sakralarchitektur. Entwurf und Detailzeichnungen stammen von Abt Johannes, der zugleich die Bauleitung innehat.
Säulen, Kapitelle und Gewände werden aus regionalem Sandstein gefertigt. An den Arbeiten sind ortsansässige Handwerksbetriebe und Bildhauer beteiligt, die bereits an der Dresdner Frauenkirche und am Berliner Schloss mitgewirkt haben.
Das Dreifaltigkeitskloster Buchhagen ist das einzige Kloster der Bulgarisch-Orthodoxen Metropolie von West- und Mitteleuropa. Neben dem Bau der Klosterkirche widmen sich die Mönche der Pflege der byzantinischen Liturgie, dem von Abt Johannes entwickelten „deutschen Choral“ als Form orthodoxen Kirchengesangs in deutscher Sprache sowie der Veröffentlichung geistlicher Literatur im klostereigenen Verlag.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Serbische Kirche eine Reaktion auf die Misshandlung eines Gemeindemitglieds im Kosovo gefordert hatte.