Historisches Kruzifix bei Brandstiftung in Thüringer Kirche zerstört
In der evangelischen St.-Pankratius-Kirche in Lucka ist ein jahrhundertealtes Kruzifix durch einen vorsätzlich gelegten Brand nahezu vollständig zerstört worden.
Anfang September 2026 kam es in der St.-Pankratius-Kirche in Lucka (Thüringen) zu einer schweren Brandstiftung. Dabei wurde insbesondere das historische Kruzifix über dem Altar zerstört. Darüber berichtete Bild am 29. September.
Das lebensgroße Kruzifix aus Erlenholz befand sich dort bereits seit 1649 und gehörte zu den bedeutenden Ausstattungsstücken der Kirche. Nach Einschätzung der Kirchengemeinde ist eine Restaurierung nicht mehr möglich.
Neben den Brandschäden wurden am Altar Hakenkreuze festgestellt. Der gesamte Sachschaden liegt nach Angaben der Polizei im sechsstelligen Bereich. Nachbarn hatten in der Nacht einen Feuerschein in den Kirchenfenstern bemerkt. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen besonders schwerer Brandstiftung ein und nahm einen 47-jährigen Tatverdächtigen fest.
Welches Motiv hinter der Tat steht, ist bislang nicht abschließend geklärt. Auch die Kirchengemeinde erklärte, sich nicht an Spekulationen über die Hintergründe beteiligen zu wollen. Besonders schmerzlich ist für die Gemeinde der Verlust des historischen Kruzifixes, das über mehr als dreieinhalb Jahrhunderte Teil der St.-Pankratius-Kirche gewesen war.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Metropolit Feodosij die UNO zu wirksamerem Schutz der Gläubigen aufgerufen hatte.
