Metropolit Grigorije betonte Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen
Serbisch-orthodoxer Hierarch aus Deutschland stellte in Kotor seinen Predigtband „Wir brauchen einander“ vor.
Der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland hat am 11. August 2026 in Kotor, Montenegro, seinen Predigtband „Wir brauchen einander“ vorgestellt. Im Mittelpunkt des Buches stehen Predigten über Gemeinschaft, Glauben und die Verantwortung des Menschen für seinen Nächsten. Dabei betonte der Metropolit: „Ohne die Bestätigung eines anderen Menschen können wir nicht sagen, dass wir existieren.“ Darüber berichtete die deutsche Eparchie auf ihrer Webseite.
Metropolit Grigorije erklärte, der Mensch existiere nur mit, neben und durch den anderen. Zugleich warnte er vor den Folgen verletzender Worte und von Verleumdung. Wer einen Mitmenschen beleidige, verletze nicht nur ihn selbst, sondern auch das Ebenbild Gottes. Worte könnten aufbauen oder zerstören und müssten deshalb mit großer Verantwortung gebraucht werden.
Der Metropolit berichtete zudem von einem Freund, der Suizid begangen hatte. Dessen Schicksal habe ihm vor Augen geführt, wie oft Menschen die Nöte anderer übersähen oder Hilferufe überhörten. Aus dieser Erfahrung sei schließlich auch der Titel des Predigtbandes „Wir brauchen einander“ entstanden.
Bei der Buchvorstellung würdigten weitere Redner den Geistlichen als Prediger und Schriftsteller. Der Band versammelt thematisch geordnete Predigten und geistliche Betrachtungen zu Glauben, Gemeinschaft, Liebe, Hoffnung und der Verantwortung füreinander.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Serbische Kirche eine Reaktion auf die Misshandlung eines Gemeindemitglieds im Kosovo gefordert hatte.