Papst Leo XIV. forderte in Frankreich entschiedenen Schutz des Lebens
Bei seinem Besuch in Paris mahnte der Papst, das Recht auf Leben sei die Grundlage aller Menschenrechte, und warnte vor assistiertem Suizid und Leihmutterschaft.
Am 25. September 2026 begann Papst Leo XIV. seinen mehrtägigen Besuch in Frankreich. Bei einer Begegnung mit Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft in Paris rückte der Papst insbesondere den Schutz des Lebens in den Mittelpunkt. Darüber berichtete zdfheute.
Er mahnte, dass das „Recht auf Leben“ eine unverzichtbare Grundlage aller Menschenrechte sei, und äußerte Sorge über gesellschaftliche Entwicklungen, bei denen technische und wirtschaftliche Interessen zunehmend über die Würde des Menschen gestellt würden.
Besonders warnte Leo XIV. vor genetischen Manipulationen, Leihmutterschaft, Organhandel und dem Angebot eines „geplanten Todes“. Seine Aussagen gewinnen vor dem Hintergrund der französischen Gesetzgebung besondere Bedeutung: Seit 2024 ist die „garantierte Freiheit“ zur Abtreibung in der französischen Verfassung verankert. Im Sommer 2026 verabschiedete die Nationalversammlung zudem ein Gesetz zur Legalisierung des assistierten Suizids. Präsident Emmanuel Macron unterstützt diese politischen Vorhaben.
Der viertägige Papstbesuch führt neben Paris auch nach Lourdes und nach Metz. Mehrere hunderttausend Gläubige werden zu den Gottesdiensten erwartet. Neben Fragen des Lebensschutzes will Leo XIV. auch über Frieden und die Zukunft Europas sprechen. Dabei kritisierte er bereits den internationalen Rüstungswettlauf und betonte, dass Frieden nicht allein durch militärische Stärke, sondern durch Dialog und Gerechtigkeit aufgebaut werden könne.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Nigeria Fulani-Milizen innerhalb einer Woche 15 weitere Christen getötet hatten.
