Türkei begann mit der Montage eines Schutzdachs über der Kuppel der Hagia Sophia
Das provisorische Dach soll die Bausubstanz, die Mosaiken und die Arbeiter während der umfassenden Restaurierung und Verstärkung des Kuppelbleis vor Witterungseinflüssen schützen.
In der Türkei haben die Fachleute mit der Montage einer Schutzhülle über der Hauptkuppel der Hagia Sophia in Istanbul begonnen. Die Arbeiten werden im Rahmen eines umfassenden Restaurierungs- und Verstärkungsprojekts an den Konstruktionen des Gotteshauses durchgeführt. Darüber berichtet die ukrainische Redaktion der UOJ.
Die Restaurierung trat in eine neue Phase, nachdem das temporäre Stahlgerüst errichtet worden war, das nun mit einer speziellen Schutzmembran verkleidet wird. Eine solche Einhausung ist notwendig, um das historische Gebäude, seine inneren Mosaiken sowie die Arbeiter während der Reparatur oder des Austauschs der Bleieindeckung der Kuppel vor Niederschlägen zu schützen. Nach den Berechnungen des wissenschaftlichen Komitees könnte die Kathedrale ohne die zeitweilige Überdachung infolge der Witterungsschäden nehmen.
Vor Beginn der Arbeiten führten die Ingenieure Berechnungen zum Gewichtsausgleich und zu den Windlasten durch, damit die temporäre Konstruktion das ursprüngliche architektonische Gefüge nicht beschädigt. Für den Schutz wurde ein graues, feuerbeständiges Material gewählt, das optisch mit der bleiernen Oberfläche der Kuppel harmoniert. Das Vorhandensein des Schutzdaches ermöglicht es den Meistern, gleichzeitig den äußeren Teil der Kuppel zu verstärken und die Konservierung des Mosaikschmucks im Inneren durchzuführen.
Der Minister für Kultur und Tourismus der Türkei, Mehmet Nuri Ersoy, hob hervor, dass der Prozess unter der strengen Leitung des wissenschaftlichen Komitees verläuft. Seinen Worten zufolge ist das Hauptziel des Projekts, das Heiligtum den künftigen Generationen in möglichst gutem Zustand zu übergeben und dabei seinen ursprünglichen Charakter zu bewahren. Ungeachtet der umfangreichen Bauarbeiten ist die Hagia Sophia weiterhin in Betrieb.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass das Kloster in München zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Tür begrüßt hatte.