Athos-Kloster Hilandar: Weinlese am Rebstock des heiligen Simeon
Im serbisch-orthodoxen Kloster Hilandar wurden die diesjährigen Trauben des als wundertätig verehrten Rebstocks geerntet.
Im Vorfeld des Festes der Kreuzerhöhung wurden im serbisch-orthodoxen Kloster Hilandar am Heiligen Berg Athos traditionell die Früchte des Rebstocks des heiligen Simeon des Myrrhenträgers geerntet. Die Trauben werden am Kreuzfest gesegnet und anschließend an Mönche und Pilger verteilt, wie die serbische Redaktion der UOJ am 28. September 2026 berichtete.
Die Weinlese erfolgte nach einer langjährigen Tradition am Rebstock, der der Überlieferung zufolge aus dem Grab des heiligen Simeon des Myrrhenträgers hervorgewachsen ist. Dies soll sich im Jahr 1206 ereignet haben, als die Reliquien des Heiligen von Hilandar in das serbische Kloster Studenica überführt wurden.
Die Trauben werden am Kreuzfest nach dem Fürbittgebet nach der Liturgie gesegnet. Ein Teil der gesegneten Früchte wird anschließend unter den Mönchen und Pilgern verteilt.
Der verbleibende Teil wird getrocknet und nach der Tradition kinderlosen Ehepaaren geschenkt. Dem Rebstock wird dabei eine besondere Bedeutung für die Erfüllung des Kinderwunsches zugeschrieben. Nach Angaben des Klosters trägt der Rebstock seit mehr als 800 Jahren ununterbrochen Früchte und gilt als der älteste Rebstock der Welt.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Chor „Branko“ aus Serbien zum Patronatsfest der serbisch-orthodoxen Gemeinde in Köln sang.
