Patriarch Porfirije: „Trachtet zuerst nach dem Himmelreich“

21. Juni, 22:06 Uhr
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Patriarch Porfirije predigt in der Belgrader Kathedrale des Heiligen Erzengels Michael über die Entscheidung für Gott und das Licht des Glaubens. Foto: Patriarchat Patriarch Porfirije predigt in der Belgrader Kathedrale des Heiligen Erzengels Michael über die Entscheidung für Gott und das Licht des Glaubens. Foto: Patriarchat

Aufruf in der Kathedrale des Heiligen Erzengels Michael in Belgrad zu klarer Entscheidung für Christus

Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije hat am Sonntag, dem 21. Juni 2026, in der Kathedrale des Heiligen Erzengels Michael in Belgrad die Gläubigen zu einer konsequenten Ausrichtung ihres Lebens auf Gott aufgerufen. In seiner Predigt betonte er die zentrale Bedeutung der freien Entscheidung für Christus und die geistliche Erneuerung durch Gnade und Licht Gottes. Das Patriarchat veröffentlichte die Predigt auf seiner Webseite.

Ausgehend von der Bergpredigt (Mt 6,22–33) hob Patriarch Porfirije hervor, dass der Mensch nicht zwei Herren dienen könne. Jeder sei aufgefordert, sich bewusst zwischen dem Weg Gottes und einem Leben gegen Gott zu entscheiden. Diese Wahl präge das gesamte Leben, denn „wo unser Herz ist, da ist auch unser Schatz“.

Zugleich unterstrich das Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche, dass der Mensch zwar schwach und fehlbar sei, Gott jedoch jene stärke, die sich für ihn entscheiden. Der Glaube zeige sich im Leben konkret durch Liebe und Vertrauen auf Gottes Vorsehung, ohne die irdischen Bedürfnisse zu vernachlässigen.

Ein zentrales Thema der Predigt war die geistliche Erleuchtung: Wahres Licht komme allein von Gott. Wer sich Christus zuwende, werde durch die Gnade des Heiligen Geistes verwandelt und geheiligt. Dagegen führe die Abkehr von Gott zur Verfinsterung des Verstandes und zu einer verzerrten Wahrnehmung von Wahrheit und Wirklichkeit.

Abschließend rief Patriarch Porfirije zu Konsequenz im Glauben auf. Christen sollten ihr Leben vollständig am Evangelium ausrichten und als glaubwürdige Zeugen handeln. Nur so könnten sie Frieden finden und als „Licht der Welt“ wirken.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Andrej in Lausanne feststellte: „Die geistliche Sicht eines Menschen bestimmt seinen gesamten Lebensweg.“

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