Bischof Isaija aus Tschechien: „Die heiligen Kyrill und Method führen uns weiterhin“

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Bischof Isaija. Foto: Tschechisch-Slowakische Redaktion der UOJ Bischof Isaija. Foto: Tschechisch-Slowakische Redaktion der UOJ

Bischof Isaija aus der Orthodoxen Kirche der Tschechischen Länder und der Slowakei: „Die heiligen Kyrill und Method führen uns weiterhin“

Am 23. Mai 2026 fand die traditionelle diözesane Wallfahrt nach Mikulčice statt – an jenen historischen Ort der ehemaligen slawischen Stadt und der großmährischen Basilika, an dem einst der heilige Methodius, einer der beiden Slawenapostel, wirkte. Die bischöfliche Liturgie zelebrierte Bischof Isaija von Olmütz-Brünn, wie von der tschechisch-slowakische Redaktion der UOJ berichtet.

Im Gespräch mit der UOJ erinnerte Bischof Isaija daran, dass die Tradition dieser Wallfahrt in den 1990er Jahren entstand, als in der Diözese die Idee aufkam, am Fest der heiligen Kyrill und Method nach orthodoxem Kalender gerade an jenem Ort die Liturgie zu feiern, an dem nach historischen Zeugnissen im 9. Jahrhundert der heilige Methodius diente.

„Die Liturgie an dem Ort zu feiern, an dem der heilige Methodius diente, wurde als Zeugnis dafür verstanden, dass wir Erben der kyrillo-methodianischen Tradition sind und die lokale heilige Überlieferung fortsetzen“, sagte Bischof Isaija.

Er betonte, dass die Wallfahrt längst über die Grenzen der Diözese Olmütz-Brünn hinausgegangen sei, da Gläubige und Geistliche aus verschiedenen Teilen Tschechiens und der Slowakei nach Mikulčice kämen.

Seinen Worten zufolge trägt die Feier der Liturgie an dem Ort, an dem der heilige Methodius Gottesdienste hielt, eine besondere geistliche Bedeutung und bestätigt, dass die Orthodoxe Kirche in diesen Regionen tiefe historische Wurzeln besitzt.

„Die Orthodoxie hier wurde durch die heiligen Kyrill und Method von Gott gesegnet. Sie haben die geistlichen Grundlagen gelegt, auf denen wir auch heute das Leben der Kirche aufbauen“, erklärte der Bischof.

Bischof Isaija hob hervor, dass die heiligen Brüder aus Thessaloniki dem tschechischen und slowakischen Volk nicht nur das Christentum brachten, sondern auch die Schrift, den Gottesdienst in verständlicher Sprache sowie die Grundlagen der christlichen Kultur.

„Die Orthodoxie kam bei uns nicht mit Migranten, sondern gehört zu den Wurzeln unseres Volkes“, betonte er.

Im Hinblick auf die Stellung der Orthodoxen Kirche in der modernen Gesellschaft warnte der Bischof davor, wie wichtig es sei, den lokalen tschechischen Charakter orthodoxer Spiritualität und Gottesdienste zu bewahren, damit die Mission der Kirche für die Menschen in Tschechien und Mähren verständlich und nahbar bleibe.

Besonders verwies er auf die Bedeutung der Bewahrung des kyrillo-methodianischen Erbes in einer Zeit geistlicher Krise und Verwirrung.

„Die heiligen Kyrill und Method sind auch heute noch ein Leuchtturm, der den Weg zu Christus weist“, sagte Bischof Isaija.

Er fügte hinzu, dass es die Aufgabe orthodoxer Gläubiger sei, die Reinheit des Glaubens zu bewahren, zugleich aber auch die Orthodoxie mit den besten Errungenschaften der westlichen Kultur und Zivilisation zu verbinden – nach dem Vorbild der heiligen Brüder, die selbst Träger byzantinischer Bildung und Kultur waren.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die tschechischen Behörden Metropolit Hilarion (Alfeyev) freiließen.

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