Patriarch Daniil würdigte die Heiligen Kyrill und Methodius als geistliche Wegweiser

17:56
21
Prozession zu Ehren der Heiligen Kyrill und Methodius durch das Zentrum von Sofia am Tag des bulgarischen Alphabets. Foto: Patriarchat Prozession zu Ehren der Heiligen Kyrill und Methodius durch das Zentrum von Sofia am Tag des bulgarischen Alphabets. Foto: Patriarchat

Beim Festtag betonte das Kirchenoberhaupt die bleibende Bedeutung der „Apostel der Slawen“ für Identität, Glauben und Kultur

Mit einer feierlichen Liturgie, einer Prozession durch das Stadtzentrum und einem Festakt vor der Nationalbibliothek hat Bulgarien am 24. Mai 2026 den Tag des Alphabets, der Bildung und der slawischen Literatur begangen. Im Mittelpunkt stand die Ansprache des bulgarisch-orthodoxen Patriarchen Daniil, der die geistliche Dimension des Feiertags und das Erbe der heiligen Brüder Kyrill und Methodius hervorhob, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Der Patriarch stellte klar, dass der 24. Mai nicht nur an historische Ereignisse erinnere, sondern die „eigene spirituelle Erleuchtung“ feiere. Die Möglichkeit, in der Muttersprache zu lesen und zu schreiben, sei ein Geschenk, das auf das Wirken der heiligen Brüder zurückgehe. Ihr Werk bilde die Grundlage für die kulturelle und geistliche Selbstvergewisserung der slawischen Völker und ermögliche einen gleichberechtigten Dialog mit anderen Kulturen.

In seiner Rede zeichnete Patriarch Daniil die heiligen Kyrill und Methodius als „apostelgleiche“ Gestalten, deren Mission weit über die Schaffung eines Alphabets hinausgehe. Sie hätten den slawischen Völkern nicht nur Schrift, sondern auch Zugang zum Evangelium in ihrer eigenen Sprache eröffnet und damit eine bis heute tragende Verbindung von Glauben, Bildung und Identität geschaffen. Zugleich mahnte er, diese Wurzeln nicht zu vergessen: Das bulgarische Volk sei „kein Baum ohne Wurzeln“, sondern stehe in einer tausendjährigen christlichen Tradition.

Patriarch Daniil rief dazu auf, Sprache, Glauben und kulturelles Erbe als Einheit zu bewahren. Das Vermächtnis der „Apostel der Slawen“ sei auch heute ein Maßstab für gesellschaftlichen Zusammenhalt und geistliche Orientierung. Ihr Beispiel erinnere daran, Verantwortung für Bildung, Kultur und Glauben zu übernehmen und diese Werte an kommende Generationen weiterzugeben.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Alexej Veselov für eine bewusste Vorbereitung auf Ehe und Familie plädierte.

Wenn Sie einen Fehler entdeckt haben, wählen Sie den Text aus und drücken Sie Strg + Eingabetaste oder Fehler ausbessern, um ihn der Redaktion zu melden
Wenn Sie einen Fehler im Text finden, markieren Sie ihn mit der Maus und drücken Sie Strg+Enter oder diese Schaltfläche Wenn Sie einen Fehler im Text finden, markieren Sie ihn mit der Maus und klicken Sie auf diese Schaltfläche Der ausgewählte Text ist zu lang!
Weiterlesen