Erzbischof Tichon von Rusa warnte in Berlin vor geistiger Blindheit

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Bischof Tichon zelebrierte in der Auferstehungskathedrale in Berlin. Foto: Diözese Bischof Tichon zelebrierte in der Auferstehungskathedrale in Berlin. Foto: Diözese

Predigt am Sonntag des Blinden in Berlin stellt tätige Hilfe und Wahrheitsbewusstsein in den Mittelpunkt

Am Sonntag des Blinden (17. Mai 2026) hat Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der Russisch-Orthodoxen Kirche , in der Auferstehungskathedrale in Berlin die Göttliche Liturgie gefeiert und in seiner Predigt zentrale geistliche und gesellschaftliche Fragen angesprochen. Die Diözese veröffentlichte die Predigt auf ihrer Webseite .

Im Mittelpunkt des Hirtenwortes steht die Evangeliumslesung von der Heilung eines Blindgeborenen ( Joh 9,1–38 ). Erzbischof Tichon hob hervor, dass Christus nicht nach Schuld frage, sondern unmittelbar helfe. Daraus leite sich für Christen die Verpflichtung ab, ohne Zögern Gutes zu tun und jedem Menschen beizustehen – unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder religiöser Zugehörigkeit.

Zugleich warnte der Geistliche vor einer „geistigen Blindheit“, die den Menschen daran hinderte, die Wahrheit Gottes zu erkennen. Diese zeigen sich dort, wo Gewissen und göttliche Gebote bewusst verdrängt würden. Als Beispiele genannt er Entwicklungen, die aus seiner Sicht der göttlichen Ordnung widersprechen, und bezeichnete deren Akzeptanz als Ausdruck eines tiefgreifenden geistlichen Irrwegs mit gesellschaftlichen Folgen.

Erzbischof Tichon sagte: „Zum Beispiel weiß jeder, dass die Ehe heilig ist und dass der Zweck der Ehe die Geburt von Kindern ist. Es gibt jedoch solche, die sich gegen die Ehe als göttliche Ordnung stellen, das Gesetz mit Füßen treten und das Naturgesetz verdrehen.“

Abschließend verwies der Erzbischof auf das Vorbild des geheilten Blinden, der mutig seinen Glauben kennt. Die Gläubigen werden aufgerufen, standhaft für die Wahrheit einzutreten, im Gebet zu bleiben und ihre Bereitschaft zur Hilfe gegenüber Bedürftigen nicht erlahmen zu lassen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass serbische Bischöfe die Verfolgung der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche anprangerten.

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