Predigt zum Sonntag des Blinden: Entscheidung für das Licht Christi

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Erzpriester Matthias Zierenberg predigte in Limburg-Dietkirchen. Foto: Screenshot YouTube Erzpriester Matthias Zierenberg predigte in Limburg-Dietkirchen. Foto: Screenshot YouTube

Erzpriester Matthias Zierenberg deutet das Evangelium von der Heilung des Blindgeborenen als Aufruf zu Umkehr, Glauben und klarer Bekenntnisentscheidung

In seinem Predigt zum Sonntag des Blinden, dem 17. Mai 2026, in der deutschsprachigen serbisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Lubentius in Limburg-Dietkirchen sprach Erzpriester Matthias Zierenberg über die Heilung des Blindgeborenen als Offenbarung der Werke Gottes und als Aufruf zur persönlichen Entscheidung für oder gegen Christus. Die Gemeinde veröffentlicht die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

Ausgehend von der Evangelienstelle Joh 9,1–38 stellte der Prediger die Frage nach Schuld und Leiden in den Mittelpunkt. Anders als die Jünger, die Krankheit als Folge konkreter Sünde deuten, lenke Christus den Blick auf das Wirken Gottes selbst: Nicht die Schuldfrage stehe im Vordergrund, sondern die Offenbarung göttlicher Macht und Wahrheit im Handeln Jesu.

Erzpriester Matthias Zierenberg betonte, dass mit der Heilung des Blindgeborenen eine grundsätzliche Entscheidungssituation beginne: Christus trete als „Licht der Welt“ auf, das jeden Menschen vor die Wahl stelle, ihn zu bekennen oder abzulehnen. Die Wunderheilung sei dabei nicht nur ein physisches Ereignis, sondern ein Bild für geistliches Sehen – ermöglicht durch Glauben, Reue und die Vergebung der Sünden.

Zugleich hob der Erzpriester die Rolle der Kirche hervor. Sie habe den Auftrag, den Menschen zur Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit zu führen und so den Weg zur Heilung zu eröffnen. In den Sakramenten, insbesondere in Beichte und Umkehr, könne der Mensch „geistliche Augen“ empfangen und zur Erkenntnis Christi gelangen.

Abschließend warnte der Geistliche vor wachsendem gesellschaftlichem Druck auf Christen. Analog zur Reaktion der Umwelt im Johannesevangelium werde auch heute der Glaube infrage gestellt und bekämpft. Umso wichtiger sei ein klares Glaubensbekenntnis im eigenen Leben, das – wie beim geheilten Blindgeborenen – weniger durch Worte als durch sichtbare Veränderung und gelebte Wahrheit Zeugnis gebe.

Die UOJ berichtete zuvor, dass eine zweisprachige Broschüre über den Heiligen Arsenie von Prislop erschienen ist.

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