Unerschütterliche Liebe als Antwort auf die Auferstehung

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Metropolit Grigorije bei der Liturgie in Freiburg: Die Auferstehung als Quelle von Hoffnung, Mut und Liebe. Metropolit Grigorije bei der Liturgie in Freiburg: Die Auferstehung als Quelle von Hoffnung, Mut und Liebe.

Metropolit Grigorije predigte in Freiburg über Mut, Hoffnung und den existenziellen Kern des Ostergeheimnisses

Am 26. April 2026 hat der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije in Freiburg die Heilige Liturgie zum Sonntag der Myrrhenträgerinnen gefeiert. In seiner Predigt stellte er die unerschütterliche Liebe der biblischen Zeugen in den Mittelpunkt und deutete die Auferstehung als entscheidende Antwort auf Angst, Zweifel und Sinnfragen des menschlichen Lebens. Die serbische Eparchie veröffentlichte die Predigt auf ihrer Webseite.

In der Kirche des heiligen Sava entfaltete der serbisch-orthodoxe Metropolit die Lesung als „Evangelium der unerschütterlichen Liebe“. Am Beispiel Josefs von Arimathäa und der Myrrhenträgerinnen hob er den Mut hervor, der aus der Treue zu Christus erwächst. Während viele Jünger geflohen seien, hätten diese wenigen den gekreuzigten Herrn nicht verlassen – selbst angesichts von Gefahr, Scham und Tod.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Metropolit Grigorije den Frauen am Grab. Ihre Liebe sei stärker gewesen als Angst und rationale Einwände, etwa die Frage nach dem schweren Stein vor dem Grab. Gerade diese scheinbar „schwachen“ Figuren würden zu den ersten Zeuginnen der Auferstehung – ein Zeichen dafür, dass der Glaube nicht aus Stärke, sondern aus Hingabe und Vertrauen wachse.

Theologisch deutete der Metropolit den Aufruf, nach Galiläa zurückzukehren, als Einladung zu einem existenziellen Neuanfang. Die Begegnung mit dem Auferstandenen eröffne eine neue Perspektive auf das Leben: Trauer verwandle sich in Freude, Verzweiflung in Hoffnung. Diese Bewegung sei kein bloßes Erinnern, sondern ein aktives Teilhaben am Osterereignis im Hier und Jetzt.

Im Zentrum der Predigt stand schließlich die paulinische Zuspitzung: Ohne Auferstehung sei alles vergeblich – Glaube, Predigt und menschliche Existenz. Gerade deshalb sei jeder Gottesdienst eine konkrete Antwort auf den Ruf Christi. Die Auferstehung erscheine nicht als abstrakte Lehre, sondern als lebendige Wirklichkeit, die Angst überwindet und dem Leben Sinn verleiht.

Die UOJ  berichtete  zuvor, dass im Verlag Johannes A. Wolf eine neue Ausgabe der Schriftenreihe „Der Schmale Pfad“ erschienen ist.

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