Studie: Psychiatrischer Behandlungsbedarf steigt nach Geschlechtsumwandlung

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Registerdaten aus Finnland zeigen einen deutlichen Anstieg psychiatrischer Behandlungen bei Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie nach medizinischen Interventionen. Foto: nito/Shutterstock Registerdaten aus Finnland zeigen einen deutlichen Anstieg psychiatrischer Behandlungen bei Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie nach medizinischen Interventionen. Foto: nito/Shutterstock

Langzeitdaten zeigen erhöhtes Risiko trotz medizinischer Maßnahmen – Forscher fordern umfassende Diagnostik

Eine Studie der Universität Tampere in Finnland  kommt zu dem Ergebnis, dass der psychiatrische Behandlungsbedarf bei Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie nach medizinischen Eingriffen nicht sinkt, sondern deutlich zunimmt. Die Untersuchung wurde im Fachjournal Acta Paediatrica veröffentlicht. darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA am 10. April 2026.

Die Forscher analysierten Gesundheitsregisterdaten von 2.083 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zwischen 1996 und 2019 in Finnland an Spezialkliniken überwiesen wurden. Bereits vor der Überweisung hatten 45,7 Prozent der Betroffenen psychiatrische Behandlungen benötigt – deutlich mehr als in der Kontrollgruppe (15 Prozent). Mindestens zwei Jahre nach der Überweisung stieg dieser Anteil auf 61,7 Prozent, während er in der Vergleichsgruppe stabil blieb.

Besonders ausgeprägt war der Anstieg bei Jugendlichen, die medizinische Maßnahmen zur Geschlechtsangleichung erhielten. Bei männlichen Jugendlichen mit feminisierender Behandlung erhöhte sich die psychiatrische Morbidität von 9,8 auf 60,7 Prozent, bei weiblichen mit maskulinisierender Behandlung von 21,6 auf 54,5 Prozent. Auch nach Bereinigung um Vorerkrankungen blieb das Risiko für weitere psychiatrische Behandlungen signifikant erhöht.

Die Autoren der Studie weisen zudem darauf hin, dass in jüngeren Jahrgängen bereits vor der Überweisung häufiger psychische Erkrankungen vorlagen. Dies deute darauf hin, dass zunehmend Jugendliche mit komplexen psychiatrischen Belastungen die Spezialkliniken aufsuchen. Geschlechtsdysphorie könne in solchen Fällen auch als Folge anderer psychischer Probleme auftreten.

In einem weiteren Kontext wird die Debatte im CNA-Bericht auch kirchlich aufgegriffen: Das vatikanische Dokument Dignitas infinita, approbiert von Papst Franziskus, kritisiert die sogenannte Gender-Theorie als Gefährdung der Menschenwürde und betont die Einheit von Körper und Seele.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Konstantin Anikin am Gründonnerstag in Berlin die reale Gegenwart Christi in der Liturgie betonte.

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