„Die heilige Kommunion ist das Leben, das Herz der Kirche“

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Die Feier der Göttlichen Liturgie am Gründonnerstag gilt als Vergegenwärtigung des Letzten Abendmahls und Zentrum orthodoxen Gemeindelebens. Die Feier der Göttlichen Liturgie am Gründonnerstag gilt als Vergegenwärtigung des Letzten Abendmahls und Zentrum orthodoxen Gemeindelebens.

Priester Konstantin Anikin betonte am Gründonnerstag in Berlin die reale Gegenwart Christi in der Liturgie

Zum Gründonnerstag, dem 9. April 2026, predigte Priester Konstantin Anikin in der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Isidor zu Berlin über die zentrale Bedeutung der Eucharistie als reale Teilhabe am Letzten Abendmahl sowie über Demut und Nachfolge Christi im Zeichen der Fußwaschung. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

Im Mittelpunkt der Predigt stand das Gedächtnis des Letzten Abendmahls, das die Kirche am Gründonnerstag feiert. Priester Konstantin Anikin betonte, dass die Eucharistie nicht lediglich ein symbolisches Geschehen sei, sondern die wirkliche Teilnahme am Abendmahl Christi. In jeder Göttlichen Liturgie werde dieses Geschehen gegenwärtig, wodurch die Eucharistie zum „Herz der Kirche“ und zur Quelle geistlichen Lebens werde.

Mit Blick auf die frühe Kirche erinnerte der Priester daran, dass die ersten Christen trotz Verfolgung gerade in der Eucharistie ihre Einheit fanden. Diese Praxis sei auch heute verbindlich: Die Teilnahme an den heiligen Mysterien sei keine optionale Frömmigkeitsübung, sondern wesentlicher Bestandteil des christlichen Lebens. Der Gedanke eigener Unwürdigkeit dürfe dabei nicht zur Entfernung von der Kommunion führen, sondern müsse im Vertrauen auf die Einladung Christi überwunden werden.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Betrachtung des Verrats des Judas. Der Geistliche stellte klar, dass dieser nicht relativiert werden könne, da bereits die innere Zustimmung zum Verrat als geistlicher Fall zu verstehen sei. Zugleich warnte er davor, sich von der Gemeinschaft mit Christus zu entfernen, indem man seine Einladung ausschlage.

Schließlich hob der Prediger die Fußwaschung als Beispiel radikaler Demut hervor. In diesem Dienst Christi erkenne der Gläubige den Maßstab für eigenes Handeln: Wer dem Nächsten dient – besonders in unscheinbaren oder unangenehmen Aufgaben –, diene Christus selbst. Die Nachfolge Christi zeige sich konkret im Dienst am Mitmenschen und in der tätigen Liebe – etwa bei einem Besuch im Krankenhaus oder Gefängnis.



Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Patriarch Porfirije in diesem Jahr zentrale Gottesdienste zum Osterfest im Kosovo begehen wird.

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