Schulverweis nach Elternstreit um Gender-Themen sorgt für Streitfall in Berlin
Waldorfschule kündigt Verträge von drei Kindern – Eltern sehen Meinungsfreiheit verletzt, Schule spricht von zerstörtem Vertrauensverhältnis
Nach einem Streit über Gender-Themen und einen neuen Verhaltenskodex hat eine Berliner Waldorfschule drei Schüler fristlos ausgeschlossen. Während die Eltern politische und weltanschauliche Gründe vermuten, weist die Schule diese Darstellung zurück. Darüber berichtete die Zeitung "Junge Freiheit" am 27. März in einem Beitrag auf dem YouTube-Kanal der Zeitung.
An der Rudolf-Steiner-Schule im Berliner Ortsteil Dahlem sind drei Geschwister im Alter von 9, 11 und 14 Jahren mitten im Schuljahr ausgeschlossen worden. Die Schule begründete die fristlose Kündigung der Schulverträge mit einem zerstörten Vertrauensverhältnis zu den Eltern. Den Kindern selbst werde kein Fehlverhalten vorgeworfen.
Auslöser des Konflikts war nach Darstellung der Eltern ein Elternabend im September, bei dem eine Biologielehrerin über Genderfragen sprach. In anschließenden Gesprächen sei es zu inhaltlichen Auseinandersetzungen über Geschlechteridentität gekommen. Später habe die Schule einen neuen Verhaltenskodex vorgelegt, der Vielfalt hinsichtlich Geschlecht und sexueller Identität betone und von allen Eltern unterschrieben werden sollte. Die betroffenen Eltern verweigerten ihre Unterschrift.
Die Schulleitung erklärte auf Nachfrage, die Kündigungsgründe würden von den Eltern verkürzt dargestellt. Der Verhaltenskodex diene nicht einer Ideologie, sondern einem respektvollen Umgang innerhalb der Schulgemeinschaft. Auch ein umstrittenes Beispiel aus einem Gespräch über Geschlechtsidentität sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.
Der Fall wird von Beobachtern als Beispiel für die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung gewertet. Während die Eltern einen Eingriff in die Meinungsfreiheit sehen, verweist die Schule auf pädagogische Grundsätze und das Schulklima. Leidtragende der Auseinandersetzung seien vor allem die betroffenen Kinder, die ihre Schule und ihr soziales Umfeld verlassen mussten.
Die UOJ berichtete zuvor über eine serbisch-orthodoxe Liturgie in Podgorica mit Metropolit Ignatius von Braničevo und Metropolit Joanikije von Montenegro und der Küstenregion: „Ein christliches Leben ohne Kirchengemeinschaft und Liturgie ist undenkbar.“