Orthodoxe Christen begleiten den Münchner Marsch fürs Leben am 18. April 2026
Gegen, Abtreibung und Sterbehilfe, für das Lebensrecht – liturgisches Rahmenprogramm in der serbisch-orthodoxen Kirche geplant
Am 18. April 2026 findet in München der „Marsch fürs Leben“ statt, an dem sich auch orthodoxe Christen beteiligen. Sie organisieren nicht nur ihre Teilnahme am Demonstrationszug, sondern begleiten die Veranstaltung mit einem geistlichen Programm aus Moleben, Vigil und Liturgie.
Der Münchner Marsch fürs Leben beginnt am Samstag, dem 18. April, um 13 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Königsplatz. Nach Redebeiträgen und Ansprachen zieht ein Demonstrationszug durch die Münchner Innenstadt, wie die Veranstalter auf ihrer Webseite ankündigten. Jährlich nehmen mehrere tausend Menschen an der Veranstaltung teil, die ein öffentliches Zeichen für den Schutz der Menschenwürde und des Lebensrechts jedes Menschen setzen will.
Im Vorfeld und im Anschluss gestalten orthodoxe Christen ein eigenes liturgisches Rahmenprogramm: Am Samstag um 11 Uhr wird ein Moleben in der serbisch-orthodoxen Kirche in der Putzbrunner Straße 49 gefeiert, gefolgt von einer Vigil um 17 Uhr am selben Ort. Am Sonntag, dem 19. April, findet um 9 Uhr eine Liturgie in der Michaelskirche in München-Ludwigsfeld statt. Die Vernetzung findet über eine Telegram-Gruppe statt.
Der Marsch fürs Leben kämpft insbesondere für den Schutz ungeborener Kinder sowie für alte, kranke und hilfsbedürftige Menschen. Er wendet sich gegen Abtreibung und Sterbehilfe und wirbt zugleich für Hilfsangebote für Frauen und Familien in Schwangerschaftskonflikten. Veranstaltet wird der Münchner Marsch vom Verein „Stimme der Stillen e. V.“; ähnliche Veranstaltungen zum Thema Lebensrecht finden jährlich auch in Berlin und Köln statt.
Seinen Ursprung hat der Marsch fürs Leben in den USA, wo 1974 in Washington, D.C. erstmals ein „March for Life“ als Reaktion auf das Urteil „Roe v. Wade“ stattfand. Heute ist die Bewegung international verbreitet.
Für die Veranstaltung 2026 übermittelten unter anderem die römisch-katholischen Geistlichen Kardinal Rainer Maria Woelki (Erzbischof von Köln), Bischof Stefan Oster SDB (Bischof von Passau) und der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nicola Eterović, Grußworte.
Zudem sandte Bischof Robert Barron aus den USA eine Videobotschaft zum Münchner Marsch fürs Leben 2026:
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Irenei in Genf predigte: „Der moderne Mensch versteht nicht, was Heilung bedeutet.“