„Die Himmelfahrt Christi ist kein Verlust, sie ist die Vollendung“

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Priester Matthias Fröse hebt in seiner Predigt die Himmelfahrt als Quelle der Hoffnung und als Auftrag für das christliche Leben hervor. Foto: Screenshot YouTube Priester Matthias Fröse hebt in seiner Predigt die Himmelfahrt als Quelle der Hoffnung und als Auftrag für das christliche Leben hervor. Foto: Screenshot YouTube

Priester Matthias Fröse deutete das Fest als Erhöhung der menschlichen Natur in Christus

Zu Christi Himmelfahrt (21. Mai 2026) sprach Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus Mainz in der Außenstelle Meisenheim über die geistliche Bedeutung der Himmelfahrt als Vollendung der Menschwerdung Christi und als Quelle christlicher Hoffnung. Die Predigt wurde auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde veröffentlicht.

Im Mittelpunkt der Predigt steht die Beobachtung, dass die Jünger nach der Himmelfahrt Christi nicht traurig, sondern „mit großer Freude“ nach Jerusalem zurückkehren. Dies erkläre sich daraus, dass die Himmelfahrt kein Verlust, sondern die Vollendung des Heilswerks sei: Christus habe die menschliche Natur nicht nur angenommen, sondern sie geheilt und zum Vater erhoben. In seiner Auslegung verweist Priester Matthias Fröse auf die Lehre der Kirchenväter, wonach Christus Mensch geworden sei, damit der Mensch Anteil am göttlichen Leben erhalte.

Besonders betont wird, dass Christus mit seinem verherrlichten Leib in den Himmel aufgefahren ist. Die Auferstehung sei keine symbolische Vorstellung, sondern eine reale Verwandlung des Menschen, die in der Himmelfahrt ihre Vollendung finde. Damit werde die menschliche Natur in eine Würde erhoben, die sie aus eigener Kraft nicht erreichen könne. Das Fest sei daher „ein Fest unserer Hoffnung“, da es das Ziel des Menschen – die Gemeinschaft mit Gott – sichtbar mache.

Zugleich richtet die Predigt den Blick auf die Gegenwart der Gläubigen: Die Himmelfahrt enthebe den Menschen nicht der Welt, sondern sende ihn neu in sie hinein. Christen seien aufgerufen, ihren Glauben im Alltag zu leben, einander zu vergeben und sich nicht in irdischen Sorgen zu verlieren. Statt nach konkreten Zeitplänen göttlichen Handelns zu fragen, werde ihnen der Heilige Geist geschenkt sowie der Auftrag, als Zeugen Christi zu leben.

Abschließend hebt der Geistliche hervor, dass Christus trotz seiner Erhöhung nicht abwesend sei. Der segnende Herr bleibe in der Kirche gegenwärtig und begleite die Gläubigen. Diese Gewissheit erkläre die Freude der Jünger – und bilde auch heute die Grundlage christlichen Lebens zwischen Hoffnung, Auftrag und Erwartung der Wiederkunft Christi.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon zu Himmelfahrt in Wertheim zelebrierte.

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