Patriarch Daniel: Gebet, Buße und Fasten führten Maria zur Heiligkeit
Rumänischer Patriarch würdigte am fünften Fastensonntag das Vorbild der heiligen Maria von Ägypten und betont die Bedeutung demütigen Dienstes
Patriarch Daniel der Rumänisch-Orthodoxen Kirche hat am fünften Sonntag der Großen Fastenzeit (29. März 2026) die heilige Maria von Ägypten als Vorbild der Buße hervorgehoben. In seiner Predigt betonte er die Kraft von Gebet, Reue und Fasten sowie die Bedeutung von Demut und Dienst am Mitmenschen. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Während der Heiligen Liturgie in der historischen Kapelle des Heiligen Großmärtyrers Georg in der Patriarchalresidenz erinnerte Patriarch Daniel an das Leben der heiligen Maria von Ägypten. Ihr Lebensweg zeige, dass aufrichtige Reue, Gebet und Fasten einen sündigen Menschen verwandeln und zur Heiligkeit führen können. Durch die „Kreuzigung der selbstsüchtigen Leidenschaften“ habe sie die Auferstehung der Seele vom Tod der Sünde erlangt.
Der Patriarch betonte, dass die Gnade Gottes einen Menschen, der ehrlich bereut, so sehr verändern könne, dass er bereits in diesem Leben an der Herrlichkeit des Himmelreichs teilhaben könne. Die heilige Maria von Ägypten sei deshalb ein bleibendes Vorbild der Buße für alle Gläubigen.
In seiner Auslegung der Evangelienlesung über die Söhne des Zebedäus (Mk 10,35–45) warnte Patriarch Daniel zudem vor Stolz, Ehrgeiz und dem Wunsch nach Vorrang. Diese Leidenschaften könnten nur durch demütigen Dienst überwunden werden. Christus selbst sei nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben für viele hinzugeben.
Abschließend betonte der Patriarch, wahre Ehre und Würde eines Menschen entstünden nicht durch Rang oder gesellschaftliche Stellung, sondern durch demütige Liebe zu Gott und durch barmherzigen Dienst am Mitmenschen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Sofian in Ravensburg über den geistlichen Weg nach Jerusalem predigte.