Patriarch Daniel: „Die lebendige Kirche ist Gemeinschaft barmherziger Liebe“
Rumänischer Patriarch rief zu Gebet für andere, tätiger Nächstenliebe und geistlicher Erneuerung in der Fastenzeit auf
In seiner Predigt zum Evangelium von der Heilung des Gelähmten in Kapernaum hat der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel am Sonntag, dem 8. März 2026, die Kirche als „Gemeinschaft der barmherzigen Liebe“ bezeichnet. Zugleich betonte er die Bedeutung von Fürbitte, Nächstenliebe und geistlicher Erneuerung während der Großen Fastenzeit, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Die vier Männer, die im Evangelium den Gelähmten durch das Dach zu Christus bringen (Mk 2,1-12), seien ein Bild für die dienende und barmherzige Kirche, erklärte der Patriarch. Die Kirche bete nicht nur für die Anwesenden im Gottesdienst, sondern auch für Kranke, Arme, Gefangene, Reisende und für den Frieden der ganzen Welt.
Besonders wichtig sei das Gebet füreinander. Christen seien aufgerufen, nicht nur für sich selbst zu beten, sondern auch für diejenigen, die aus Krankheit oder Unwissenheit nicht mehr selbst beten können. Der Hierarch ermutigte dazu, Menschen in die Kirche einzuladen – besonders jene, die Vergebung der Sünden und Heilung benötigen.
Mit Blick auf das Evangelium wies er darauf hin, dass zwischen Sünde und Krankheit manchmal ein Zusammenhang bestehen könne. Krankheit und Leiden könnten auch ein Aufruf zur inneren Umkehr und zur Suche nach geistlicher Heilung sein. Christus habe dabei den sündigen Menschen nicht öffentlich beschämt, sondern ihn diskret geheilt und seine Würde bewahrt.
Zugleich erinnerte Patriarch Daniel an den zweiten Fastensonntag, der dem heiligen Gregor Palamas gewidmet ist, und an dessen Lehre vom „unerschaffenen Licht“. Die Fastenzeit sei keine Zeit bloßer Entbehrung, sondern eine Zeit der Reinigung, der geistlichen Erneuerung und des Wachstums in der Gnade Gottes.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Mihail Rahr in seiner Predigt über wahre Gotteserkenntnis und das Leben in der Gnade Gottes sprach.