Merz gratulierte Muslimen zum Ramadan, vergaß aber die christliche Fastenzeit

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Grußbotschaft zum Ramadan auf Instagram: Bundeskanzler Friedrich Merz wünscht eine „friedliche Zeit“, während zum Aschermittwoch keine öffentliche Botschaft erschien. Fotos: Instagram/NiUS Grußbotschaft zum Ramadan auf Instagram: Bundeskanzler Friedrich Merz wünscht eine „friedliche Zeit“, während zum Aschermittwoch keine öffentliche Botschaft erschien. Fotos: Instagram/NiUS

Social-Media-Botschaft des Bundeskanzlers sorgte für Debatte über religiöse Gleichbehandlung in Deutschland

Mit einem öffentlichen „Ramadan Mubarak“ hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Muslimen in Deutschland am 18. Februar 2026 zum Beginn des Fastenmonats gratuliert. Da zeitgleich mit dem Aschermittwoch die christlich-katholische Fastenzeit beginnt, wird etwa auf dem Nachrichtenportal NiUS heftig kritisiert, dass eine vergleichbare Botschaft an Christen bislang ausblieb.

Am Mittwoch veröffentlichte der Kanzler auf Instagram und in anderen sozialen Medien eine Grußbotschaft zum Ramadan. Darin betonte er, die freiheitliche Gesellschaft lebe von Toleranz, Offenheit und Neugier gegenüber anderen. Der Fastenmonat schaffe einen festlichen Rahmen über Kulturgrenzen hinweg und stärke das Miteinander in Zeiten der Bewährung.

Zeitgleich begann für römisch-katholische Christen mit dem Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit, eine zentrale Phase des Kirchenjahres, die traditionell der Besinnung und dem Verzicht gewidmet ist und an das Fasten Jesu in der Wüste erinnert. Auch die orthodoxen Christen sind schon in der Großen Fastenzeit. Eine öffentliche Botschaft des Kanzlers zu diesem Anlass wurde bislang nicht bekannt.

Kritiker sehen darin ein unausgewogenes Signal gegenüber den rund 43 Millionen Christen in Deutschland, die weiterhin die größte religiöse Gruppe darstellen. Die Reaktionen in den Kommentarspalten der sozialen Medien waren dementsprechend umfangreich.

Bereits am Vortag hatte Merz über soziale Medien Glückwünsche zum chinesischen Frühlingsfest veröffentlicht. Die aktuelle Debatte zeigt erneut, wie sensibel öffentliche religiöse Grußbotschaften politischer Amtsträger wahrgenommen werden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass in Frankreich politische Gewalt das Leben eines jungen Katholiken forderte.

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