Die albanisch-orthodoxe Kirche gedachte Erzbischof Anastasios

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Gottesdienst zu Ehren des verstorbenen Erzbischof Anastasios. Foto: Santegidio Gottesdienst zu Ehren des verstorbenen Erzbischof Anastasios. Foto: Santegidio

Die autokephale orthodoxe Kirche Albaniens gedachte ihres verstorbenen Oberhaupts mit einer internationalen Konferenz und einer feierlichen Liturgie.

Die Autokephale Orthodoxe Kirche von Albanien hat am Sonntag, 25. Januar, mit einer internationalen Konferenz und einer feierlichen Liturgie des ersten Todestages ihres Primas, Erzbischof Anastasios, gedacht. Die Veranstaltungen würdigten Leben und Wirken des Kirchenoberhauptes, das über Jahrzehnte hinweg für missionarisches Engagement, Dialog und Versöhnung stand. An den Gedenkfeiern nahm unter anderem Roberto Morozzo della Rocca im Namen der Gemeinschaft Sant’Egidio teil, mit der Anastasios eine langjährige Freundschaft verband. Darüber berichtete das Nachrichtenportal Santegidio.

Erzbischof Anastasios war eine Schlüsselfigur für die Wiederbelebung der albanischen Orthodoxie nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft. Nachdem das kirchliche Leben unter der Diktatur Enver Hoxhas fast vollständig vernichtet worden war, führte er ab 1991 den Neuaufbau der Kirche an. Diesen Weg beschrieb er selbst als eine Auferstehung. Ein Symbol dafür waren seine ersten öffentlichen Worte auf Albanisch, „Krishti u Ngjall“, zu Deutsch Christus ist auferstanden. Dieses österliche Bekenntnis wurde zum bestimmenden Leitgedanken seiner seelsorgerischen Arbeit im Land.

Auch über Albanien hinaus genoss Anastasios internationale Anerkennung als Vermittler zwischen verschiedenen Kulturen und christlichen Konfessionen. Er war ein regelmäßiger Teilnehmer der Friedensgebete im Geist von Assisi und verstand das Christentum stets als eine weltumspannende Gemeinschaft. Sein Wirken und seine Spiritualität werden in dem Interviewband A Man of Many Homelands zusammengefasst. Dieses Buch, das bereits in mehreren griechischen Auflagen erschienen ist, wird demnächst auch in englischer und rumänischer Sprache veröffentlicht. Es würdigt damit das Erbe eines Geistlichen, der sich nicht durch seine Herkunft, sondern durch gelebte brüderliche Verbundenheit definierte.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Bethlehem die Geburtsgrotte Jesu restauriert wird.

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