Flüchtlinge aus Ukraine in Österreich in katholischen Kirchen untergebracht
Die Schließung der staatlichen Flüchtlingsaufnahmezentren in Österreich veranlasst katholische Gemeinden in Wien, Obdachlose aus der Ukraine notbedingt unterzubringen.
Im Januar 2026 wurde bekannt, dass in Österreich aufgrund des Mangels an Wohnraum ukrainische Flüchtlinge vorübergehend in Kirchen der römisch-katholischen Kirche untergebracht wurden. Grund dafür waren Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bundes- und Landesbehörden und die Schließung staatlicher Aufnahmezentren. Darüber berichtet der ORF.
Die Unterbringung wird in Zusammenarbeit mit der katholischen Hilfsorganisation Caritas organisiert. In den Kirchen werden in aller Eile Notunterkünfte eingerichtet: Betten werden aufgestellt, für Verpflegung, Kleidung und das Nötigste wird gesorgt. Das Projekt wird durch Spenden finanziert und ist als vorübergehende Maßnahme bis mindestens Mitte Februar angelegt.
Die erste Unterkunft wurde am 19. Januar in der Kaasgrabenkirche im 19. Wiener Gemeindebezirk eröffnet. Sie ist für 30 Personen ausgelegt und rund um die Uhr geöffnet. Vertreter der Pfarreien berichten von Anfragen von Ukrainern, die befürchten, ohne Unterkunft dazustehen, darunter auch solche mit Kindern.
Am 30. Januar soll ein zweites Obdachlosenheim am Pater-Zainiger-Platz für 50 Personen eröffnet werden, doch die Zahl der Anmeldungen übersteigt bereits die verfügbaren Plätze. Die Caritas weist darauf hin, dass die Möglichkeiten der Pfarreien begrenzt sind, während weiterhin monatlich etwa 1200 Flüchtlinge aus der Ukraine nach Österreich kommen.
Zuvor hatte die UOJ darüber berichtet, dass ein Syrer nach dresdner Angriff festgenommen wurde.