Patriarch Daniil rief zu lebendiger Treue im Erbe des heiligen Euthymius auf
Festliturgie und Prozession in Sofia zum Gedenken an den ersten bulgarischen Patriarchen
Am 20. Januar gedachte die Bulgarisch-Orthodoxe Kirche des heiligen Euthymius, Patriarch von Tarnowo. In Sofia leitete Patriarch Daniil die Göttliche Liturgie und stellte in seiner Predigt das geistliche Vermächtnis des bulgarischen Heiligen in den Mittelpunkt, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
In seiner Predigt erinnerte Patriarch Daniil an das tugendhafte Leben des heiligen Euthymius, dessen Wirken für Bildung, kirchliche Erneuerung und geistliche Standhaftigkeit bis heute prägend sei. Der Patriarch hob hervor, dass der Heilige sein Volk der Heiligen Dreifaltigkeit anvertraut habe – ein Vermächtnis, das nicht nur bewahrt, sondern aktiv gelebt werden müsse.
Mit Blick auf die Gegenwart sprach Patriarch Daniil von „unruhigen Zeiten“ und rief die Gläubigen dazu auf, den orthodoxen Glauben nicht nur äußerlich zu bekennen, sondern innerlich zu vertiefen. Entscheidend sei eine lebendige, wirksame Liebe zu Gott, die sich in moralischer Aufrichtigkeit, Bescheidenheit, Gebet, Nächstenliebe und Treue zur kirchlichen Gemeinschaft ausdrücke. Wer sich vom Bösen abwende, häretischen Lehren widerstehe und das himmlische Vaterland suche, erfülle den Bund, den der heilige Euthymius hinterlassen habe.
Im Anschluss an die Liturgie zogen Klerus und Volk in einer Prozession, angeführt von der Ikone des heiligen Euthymius, zu dessen Denkmal. Dort wurde ein Gebetsgottesdienst gefeiert, bei dem zahlreiche Gläubige Blumen niederlegten und um die Fürsprache ihres Heiligen baten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Metropolit Irinej in einem Interview über Konsum, Moral und den Zerfall des Westens sprach.