Archäologen entdecken in Jerusalem Ritualbäder aus der Zeit Christi
Ein rund 2000 Jahre alter Komplex am Fuß des Tempelbergs diente Pilgern zur rituellen Reinigung vor dem Besuch des Zweiten Tempels.
In Jerusalem haben Archäologen der Hebräischen Universität nahe dem Tempelberg einen rituellen Badekomplex entdeckt, der zu Beginn des ersten Jahrhunderts nach Christus errichtet wurde. Darüber berichtet Fox News.
Die Anlage umfasst drei große Ritualbäder, ein verputztes Becken, einen gepflasterten Platz und ein weit verzweigtes Wasserversorgungssystem. Sie liegt südlich des Tempelbergs nahe dem antiken Zugang, der als Dreifachtor bekannt ist.
Nach Angaben der Forscher nutzten jüdische Pilger die Bäder zur rituellen Reinigung, bevor sie den Zweiten Tempel betraten. Die Entdeckung gibt damit Einblick in das religiöse Leben Jerusalems zur Zeit Jesu Christi. Die Universität hatte den Fund bereits im September vorgestellt.
Erhalten geblieben sind auch Spuren der Zerstörung Jerusalems durch römische Truppen im Jahr 70 nach Christus. Auf dem Boden und zwischen den Trümmern eines Ritualbades fanden Archäologen Dutzende Münzen aus der Zeit des Ersten Jüdischen Aufstands gegen Rom.
Wie die UOJ bereits berichtete, stellte ein Prager Wissenschaftler neue Deutungen fast 3000 Jahre alter Inschriften aus dem Umfeld biblischer Überlieferungen vor.
