Orthodoxes Symposion in Würzburg behandelte Fragen des Menschenbildes
Beim Symposion des Ostkirchlichen Instituts sprach Priester Vladimir Bayanov über die orthodoxe Haltung zur Sterbehilfe und die Begleitung sterbender Menschen.
Am 26. Oktober 2026 fand am Ostkirchlichen Institut der Universität Würzburg ein Symposion zum Thema „Aspekte orthodoxer Anthropologie“ statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage nach dem Menschenbild der Orthodoxen Kirche. Die Vorträge beschäftigten sich unter anderem mit der menschlichen Freiheit, der Heiligkeit der Frauen und dem Umgang mit dem Sterben. Auch die russisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Würzburg war durch ihren Pfarrer Vladimir Bayanov vertreten. Darüber berichtete die Gemeinde auf Instagram.
In seinem Vortrag mit dem Titel „Der Christ an der Schwelle des Todes. Stellung der Orthodoxen Kirche zu Sterbehilfe und pastorale Möglichkeiten der Sterbebegleitung“ erläuterte Priester Vladimir Bayanov die orthodoxe Sicht auf das Lebensende. Dabei ging es insbesondere um die Haltung der Kirche zur Sterbehilfe sowie um die Möglichkeiten, schwerkranke und sterbende Menschen seelsorgerisch zu begleiten. Die Thematik betrifft nicht nur theologische und ethische Grundsatzfragen, sondern auch konkrete Herausforderungen, mit denen zahlreiche Familien im Umgang mit Krankheit und Tod konfrontiert werden.
Das Symposion bot Gelegenheit, sich mit grundlegenden Fragen der orthodoxen Anthropologie auseinanderzusetzen und deren Bedeutung für das menschliche Leben zu betrachten. Die Verbindung von theologischen Überlegungen und praktischen Fragen der Sterbebegleitung verdeutlichte die seelsorgerische Dimension des orthodoxen Menschenbildes. Die russisch-orthodoxe Gemeinde in Würzburg bedankte sich im Anschluss beim Ostkirchlichen Institut für die Einladung und die Möglichkeit, an der Veranstaltung mitzuwirken.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die serbisch-orthodoxe Gemeinde in Köln zu einem Glaubensgespräch eingeladen hatte.
