Gerüst abgebaut: Klosterkirche Buchhagen erstmals frei zu sehen
Nach fast fünf Jahren ist der Kirchenneubau des bulgarisch-orthodoxen Klosters Buchhagen äußerlich weitgehend sichtbar.
Im bulgarisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskloster Buchhagen ist ein wichtiger Schritt beim Neubau der Klosterkirche abgeschlossen: Nach fast fünf Jahren wurde in diesen Tagen das Außengerüst abgebaut. Unterstützt von Jugendlichen, die ihre Ferien im Kloster verbringen, legten die Mönche damit erstmals den vollständigen Baukörper frei. Darüber berichtete das Kloster auf seiner Webseite zum Kirchenbau.
Die neue Dreifaltigkeitskirche des deutschsprachigen Klosters Buchhagen steht nun erstmals ohne Gerüst. Nach dem Abbau der Außenkonstruktion präsentiert sich der Kirchenbau in seiner vollständigen architektonischen Gestalt. Das Kloster beschreibt den Eindruck als eine Kirche, die „wie aus dem Boden gewachsen“ erscheine.
Pridon Rabius aus Tiflis, der vor zehn Jahren eine Zukunftsvision der Dreifaltigkeitskirche gemalt hatte, sieht seine damalige Vorstellung in dem realisierten Bau bestätigt. „Die Kirche ist genau so geworden, wie auf dem Gemälde vorgestellt“, erklärte er. Der architektonische Gesamteindruck vermittle ein Gefühl „zeitloser Schönheit“, das auf harmonischen Proportionen und einfachen geometrischen Grundformen beruhe. Besonders hob Rabius die Anlehnung an die romanische Architektur hervor. Die schlichte und großflächige Fassade wirke klar und ruhig und passe zu einem geistigen Neuanfang.
Zugleich vermeide der Bau nach seiner Einschätzung einen historizistischen Eindruck. Statt ein bloßes Zurückdrehen der Zeit zu vermitteln, wirke die Kirche „organisch und zeitlos“. Sein Fazit: „Sehr gelungen.“ Im Kloster wird der Abbau des Gerüsts entsprechend als Moment verstanden, in dem ein über Jahre bestehendes geistiges Bild nun sichtbar physische Gestalt angenommen hat.
Das Dreifaltigkeitskloster Buchhagen ist das einzige Kloster der bulgarisch-orthodoxen Metropolie von West- und Mitteleuropa. Neben dem Kirchenbau widmen sich die Mönche der Pflege der byzantinischen Liturgie, dem „deutschen Choral“ – einer vom Abt entwickelten Form des orthodoxen Kirchengesangs in deutscher Sprache – sowie der Veröffentlichung geistlicher Texte im Klosterverlag.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Konstantin Anikin in der deutschsprachigen Berliner Gemeinde des Heiligen Isidor zum Hochfest Mariä Entschlafung predigte.