Patriarch Porfirije erinnerte zum 35. Todestag an Patriarch German
Das Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche würdigte das Wirken eines seiner Vorgänger, der sich für die Wiederaufnahme des Baus der Sava-Kirche eingesetzt hatte.
Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije zelebrierte am 27. August 2026 in der Kirche des Heiligen Apostels Markus in Belgrad einen Gedenkgottesdienst für Patriarch German (1899–1991), der vor 35 Jahren verstorben war. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
In seiner Ansprache würdigte Patriarch Porfirije den Geistlichen als einen demütigen, ruhigen und gläubigen Kirchenführer, der sein persönliches Kreuz mit dem Kreuz Christi verbunden und die Serbisch-Orthodoxe Kirche durch eine schwierige Zeit geführt habe. Patriarch German habe seine Hoffnung in seiner 32-jährigen Amtszeit nicht auf die eigenen Fähigkeiten, sondern auf Gott gesetzt und trotz Kritik und Widerständen innerhalb und außerhalb der Kirche an deren Einheit und Bestand festgehalten.
Besonders hob der Patriarch den Einsatz für die Restaurierung von Kirchen und Klöstern sowie für die theologische Ausbildung hervor. Patriarch German habe die theologischen Hochschulen erneuert und großen Wert darauf gelegt, dass Theologie nicht nur auf wissenschaftlicher Bildung, sondern auf Gebet, geistlichem Leben, Askese, Buße, Demut und der Bereitschaft zur persönlichen Veränderung beruhe.
Als herausragendes Zeichen von Patriarch Germans Glauben und Beharrlichkeit bezeichnete Patriarch Porfirije seinen Einsatz für den Weiterbau der Kirche des Heiligen Sava in Belgrad. In einer Zeit, in der der Bau jahrzehntelang nicht fortgesetzt werden durfte und religiöses Leben erheblichen Einschränkungen unterlag, habe sich German wiederholt an die staatlichen Behörden gewandt. Nach Angaben Patriarch Porfirijes wurde sein Anliegen 88-mal abgewiesen. Erst 1984 wurde die Genehmigung zur Fortsetzung der Arbeiten erteilt; 1985 fand die Weihe statt und eine Urkunde zur Fortsetzung des Baus wurde in die Grundmauern gelegt.
Patriarch Porfirije bezeichnete die heutige Kirche des Heiligen Sava als sichtbares Zeichen für den Glauben und die Hoffnung seines Vorgängers und dankte Patriarch German für dessen Beitrag. Zugleich rief er zum Gebet für dessen Seelenheil auf und bat Gott, ihm die Sünden zu vergeben und ihm das Himmelreich zu schenken.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das Orthodoxe Theologische Saint-Serge-Institut in Paris sein Kursangebot für das erste Semester vorstellte.