Nigeria: „Kirche in Not“ forderte Rückkehroption für vertriebene Christen
Das Hilfswerk verweist auf den Wiederaufbau christlicher Dörfer in der irakischen Ninive-Ebene als Vorbild.
Das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ unterstützt die Forderung nigerianischer Kirchenvertreter, Millionen von vertriebenen Christen die Rückkehr in ihre Heimatregionen zu ermöglichen. Als Vorbild nennt die Organisation den erfolgreichen Wiederaufbau christlicher Ortschaften in der irakischen Ninive-Ebene nach der Vertreibung durch den „Islamischen Staat“. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA am 9. August 2026.
Im sogenannten „Middle Belt“ Nigerias sind nach Angaben von „Kirche in Not“ Millionen Christen infolge anhaltender Gewalt und Terror aus ihren Heimatorten vertrieben worden. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Benue mit mehr als zwei Millionen Binnenvertriebenen, von denen 98 Prozent Christen sind. Die katholische Kirche vor Ort fordert, den Menschen die Rückkehr in ihre angestammten Dörfer zu ermöglichen, statt sie dauerhaft umzusiedeln.
Nach Einschätzung des Hilfswerks könnte der Wiederaufbau der Ninive-Ebene im Irak als Vorbild dienen. Vertreter von „Kirche in Not“ sehen gute Chancen für ein ähnliches Projekt in Nigeria, sofern Regierung, Kirche und internationale Partner eng zusammenarbeiten. Der Leiter der Kommission für Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden der Diözese Makurdi, Remigius Ihyula, betonte, eine Rückkehr in die Heimat sei entscheidend, um den Vertriebenen ihre Würde zurückzugeben und das soziale sowie wirtschaftliche Leben in der Region wiederherzustellen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Trump-Regierung das ROKA-Kloster Jordanville im Kampf gegen einen geplanten Windpark unterstützt.