Diakon Igor Willimowski: „Das Kreuz vereint uns im Glauben an Christus“
Zum Hochfest der Kreuzerhöhung erinnerte der Diakon in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche in Krefeld an die Bedeutung des Kreuzes für den christlichen Glauben.
Zum Hochfest der Kreuzerhöhung am 27. September 2026 predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld. Der Geistliche stellte das Kreuz als Mittelpunkt des christlichen Glaubens und als Wendepunkt der Heilsgeschichte heraus. Er erinnerte an die historischen Ursprünge des Festes, erläuterte das Verhältnis von Kreuz und Auferstehung und rief dazu auf, das Kreuz nicht nach menschlicher Weisheit als Niederlage, sondern als „Gotteskraft“ und Zeichen der Erlösung zu verstehen. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.
Diakon Igor Willimowski verwies zunächst auf die drei historischen Ereignisse, die mit dem Hochfest verbunden sind: die Auffindung des Heiligen Kreuzes durch die heilige Kaiserin Helena im Jahr 326, die Weihe der von Kaiser Konstantin errichteten Basiliken in Jerusalem im Jahr 335 und die Rückführung des Kreuzes aus der persischen Gefangenschaft durch Kaiser Heraklius um 629. Ausgehend von der Apostellesung aus dem Ersten Korintherbrief zitierte er: „Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit. Uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft.“
Das Kreuz, so der Diakon in seiner Predigt, sei zugleich ein Zeichen, das „spaltet und vereint“, vor allem aber ein „Fixpunkt“ und „Wendepunkt in der Geschichte“. Kreuz und Auferstehung könnten dabei nicht voneinander getrennt werden: Christus habe durch sein Kreuzesopfer die Sünden der Menschen auf sich genommen und durch seine Auferstehung den Tod überwunden. „Mit seiner Auferstehung und Rückkehr zu Gott Vater gibt uns Christus die Gewissheit, die Hoffnung und den Glauben“, dass der Mensch das ewige Leben erben könne.
Anhand der Worte des Apostels Paulus über die menschliche Weisheit erläuterte der Geistliche, weshalb das Kreuz nach menschlichen Maßstäben zunächst als Niederlage erschien. Die Menschen hätten von Christus einen politischen Befreier erwartet, während er Demut, Sanftmut und die Liebe zu den Feinden verkündet habe. Gerade die Forderung, den eigenen Egoismus zu überwinden, bleibe bis heute eine Herausforderung. Das Fest der Kreuzerhöhung lade deshalb dazu ein, den Glauben zu stärken und Christus als denjenigen zu bekennen, der „mit seiner Erhöhung am Kreuz alles versöhnt und uns den Weg der Errettung eröffnet hat“.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Chor „Branko“ aus Serbien zum Patronatsfest der serbisch-orthodoxen Gemeinde in Köln sang
