Klerus und Laien fordern Synod Bulgariens zur Verteidigung der UOK auf
In einem offenen Brief an Patriarch Daniil und die Heilige Synode warnen bulgarische Geistliche und Gläubige vor einer drohenden juristischen Liquidierung der UOK und bitten um ein öffentliches Bekenntnis zur kanonischen Ordnung.
Klerus und Laien der Bulgarischen Orthodoxen Kirche haben ein offenes Schreiben an Seine Heiligkeit Patriarch Daniil von Bulgarien und die Heilige Synode vorbereitet, mit dem Aufruf, zur Verteidigung der Ukrainischen Orthodoxen Kirche einzutreten. Darüber berichtet die Zeitung 24chasa.
Die Verfasser des Appells rufen in Erinnerung, dass Geistliche und Laien dem Synod bereits vor mehr als drei Jahren, im April 2023, ein ähnliches Schreiben zukommen ließen, das damals von über 2000 Personen unterstützt wurde. Nach den Worten der Unterzeichner hat sich die Lage der UOK seither nur verschlechtert. Ihre besondere Besorgnis knüpfen sie an die Gerichtsverhandlung an, die für den 2. Juli in Kiew angesetzt ist und die, wie es in dem Brief heißt, zur rechtlichen Liquidierung der Ukrainischen Orthodoxen Kirche aufgrund der Klage des Staatlichen Dienstes der Ukraine für Ethnopolitik und Gewissensfreiheit führen könne.
In dem Appell heißt es, das, was in der Ukraine geschehe, rufe bei den bulgarischen Gläubigen die Ereignisse des kirchlichen Schismas der 1990er Jahre sowie die Kampagne gegen die Russische Orthodoxe Kirche in den ersten Jahren der Sowjetmacht in Erinnerung. Die Autoren sind der Ansicht, dass das Verbot der UOK ein Versuch sei, die kanonische Kirche durch eine staatlich unterstützte religiöse Struktur zu ersetzen. „Sollten wir durch unser Schweigen zulassen, dass unsere Mitbrüder verraten werden, so wird dieser Abfall unweigerlich zu für uns alle traurigen Folgen führen“, heißt es in dem Schreiben.
Die Unterzeichner lenken zudem die Aufmerksamkeit auf die Lage der bessarabischen Bulgaren, die Gemeindemitglieder der Ukrainischen Orthodoxen Kirche sind, und rufen den Heiligen Synod der Bulgarischen Orthodoxen Kirche auf, die UOK öffentlich zu unterstützen und die Prinzipien der kanonischen Ordnung der Kirche sowie der Gewissens- und Religionsfreiheit zu verteidigen. Ihrer Ansicht nach hat die Bulgarische Kirche heute die Möglichkeit, ein offenes Zeugnis von der Wahrheit abzulegen, da sie selbst nicht einem derartigen staatlichen Druck ausgesetzt ist.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass türkische Beamte wegen der Erpressung der Kirche von Konstantinopel verhaftet worden seien.