Öffentlich-rechtlicher Rundfunk sortierte die Bibel beim Müll ein
Jugendformat „Funk“ geriet nach Instagram-Beitrag in der Kritik
Ein Instagram-Beitrag des öffentlich-rechtlichen Jugendformats „Funk“ hat Kritik ausgelöst, nachdem darin die Bibel in einer Aufzählung von „Müll“ auf dem Mond genannt wurde. Darüber berichtete die Nachrichtenplattform Nius am 16. Juni 2026.
In dem Beitrag erklärte „Funk“, dass sich laut Berechnungen der NASA rund 200 Tonnen menschengemachter Gegenstände auf dem Mond befinden. Neben überwiegend technischen Erkenntnissen wie Teilen von Raumfahrzeugen wurden beispielhaft auch Asche, Golfbälle, menschliche Ausscheidungen und die Bibel aufgeführt.
Die Darstellung sorgte insbesondere deshalb für Kritik, weil die Bibel in einer Grafik gemeinsam mit Beuteln für menschliche Ausscheidungen und entsprechenden Emojis sowie der Überschrift „Müll“ gezeigt wurde. Nutzer warfen dem Format vor, religiöse Inhalte mit Abfall gleichzusetzen und dadurch abzuwerten.
In einer nachträglichen Stellungnahme in den Kommentaren erklärte „Funk“, der Begriff „Müll“ sei nicht abwertend gemeint gewesen, sondern lediglich Gegenstände, die ohne menschlichen Einfluss nicht auf dem Mond wären. Die Bibel oder eine Urne seien „natürlich kein Müll“.
Das Jugendformat, das zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland gehört und sich an 14- bis 29-Jährige richtet, war bereits zuvor durch provokante oder umstrittene Inhalte in sozialen Medien aufgefallen. Warum die konkrete Darstellung gewählt wurde, blieb zunächst offen. Kommentatoren unterstellten dem Portal eine gewisse Methode bei derartigen Grenzüberschreitungen gegen christliche Werte. Ein User merkte an, dass man sich Vergleichbares mit dem Koran sicher nicht getraut hätte.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Bulgarien ein Pilgerweg zu den Reliquien Johannes des Täufers eröffnet wurde.