„Der Tod im Licht der Auferstehung“ – Neue Ausgabe von CRISIS erschienen
Zeitschrift für christliche Kultur widmet sich einem verdrängten Grundthema des menschlichen Daseins
Die 15. Ausgabe des „CRISIS – Journal für christliche Kultur“ aus dem orthodoxen Verlagshaus Hagia Sophia in Wachtendonk, Deutschland, widmet sich unter dem Titel „Der Tod im Licht der Auferstehung“ einem zentralen, zugleich oft ausgeblendeten Thema der menschlichen Gegenwart. Die neue Ausgabe ist am 18. Juni 2026 erschienen, wie der Verlag mitteilte.
Die Zeitschrift stellt den Tod als geistliche Wirklichkeit in den Mittelpunkt und nähert sich ihm aus christlicher Perspektive. Dabei wird der Tod nicht als bloßes biologisches Ende verstanden, sondern als Teil der Heilsgeschichte, der im Licht der Auferstehung Christi gedeutet wird.
Ausgehend von der biblischen Aussage „der Sünde Sold“ (Röm 6,23) reflektieren die Beiträge das Spannungsfeld zwischen Sündenfall und Erlösung. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Christus durch seinen Tod den Tod überwunden hat und damit Hoffnung über das Sterben hinaus eröffnet.
Zugleich richtet die Ausgabe den Blick auf moderne Entwicklungen: Der Versuch, den Tod zu kontrollieren oder zu verdrängen, stehe neben gesellschaftlichen Tendenzen wie Abtreibung, Sterbehilfe oder Euthanasie. Diese werden als Ausdruck einer tieferliegenden kulturellen Krise interpretiert, in der das Verständnis von Leben und Würde zunehmend infrage steht.
Die rund 104 Seiten umfassende, durchgehend farbig gestaltete Broschur versammelt Beiträge mehrerer Autoren, die sich mit philosophischen, theologischen und gesellschaftlichen Aspekten des Themas auseinandersetzen. Zu den Autoren gehören unter anderem Bischof Hiob von Stuttgart, Erzpriester Mihail Rahr, Dr. Nicolae Robert Geisler, Janis Tortora und Beile Ratut. Ziel sei es, nicht das Dunkle auszumalen, sondern die christliche Hoffnung als Antwort auf die Realität des Todes sichtbar zu machen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Georgien eine Kreuzprozession zum 1700. Jahrestag der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion stattfand.