Neue Riesenglocke „Credamus“ erreichte den Magdeburger Dom
Eine rund 15 Tonnen schwere Glocke soll künftig Teil des neuen Großgeläuts der evangelischen Kathedrale werden.
Mitte Mai ist die neue Domglocke „Credamus“ per Spezialtransport aus Innsbruck nach Magdeburg angekommen. Die Glocke wurde zunächst im Domgarten des Magdeburger Doms abgestellt. Mit einem Gewicht von rund 15 Tonnen soll sie künftig die zweitgrößte Glocke Deutschlands nach dem „Dicken Pitter“ des Kölner Doms werden. Zugleich bezeichnen die Initiatoren sie als die größte Bronzeglocke weltweit in einer evangelischen Kathedrale, wie der Stern berichtete.
Die Glocke war bereits im November des vergangenen Jahres in der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck gegossen worden. Bis sie tatsächlich im Südturm des Doms installiert werden kann, sind jedoch umfangreiche Umbauten erforderlich. Unter anderem müssen neue Glockenstühle eingebaut und bauliche Anpassungen an den Türmen vorgenommen werden. Nach Angaben des Domglockenvereins gibt es bislang noch keinen festen Zeitplan für die Fertigstellung.
Langfristig soll das neue Großgeläut des Magdeburger Doms aus insgesamt zwölf Glocken bestehen. Acht neue Glocken befinden sich bereits in Magdeburg, während drei historische Glocken weiterhin im Dom hängen. Die „Credamus“ soll später mit einem Kran in den Südturm gehoben werden, wofür zeitweise Teile eines gotischen Fensters ausgebaut werden müssen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass eine Kleruskonferenz der Diözese Warschau-Bielsk in Bielsk Podlaski tagte.