Bischof Irenei rief die Gläubigen zum Leben nach Gottes Willen auf
Osterbotschaft und Evangelium von der Samariterin prägten zentrale Aussagen des russisch-orthodoxen Hierarchen
In seiner Predigt zum Sonntag der Samariterin am 10. Mai 2026 in der russisch-orthodoxen Auferstehungskirche in Meudon, Frankreich, betonte Bischof Irenei von London und Westeuropa die Bedeutung der Ausrichtung des eigenen Lebens am Willen Gottes. Die Ansprache stand im Kontext der österlichen Freude und der jüngst abgehaltenen Bischofskonferenz der Russischen Auslandskirche in München. Die Diözese von Großbritannien und Westeuropa veröffentlichte die Predigt auf ihrer Webseite.
Ausgehend vom Johannesevangelium über die Begegnung Christi mit der Samariterin (Joh 4,5-42) stellte Bischof Irenei die Worte Jesu „Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe“ in den Mittelpunkt. Diese Aussage beschrieb er als Kern des christlichen Lebens und als Maßstab für alle Gläubigen, insbesondere in der österlichen Zeit der Auferstehungsfreude.
Mit Blick auf die Herausforderungen der Gegenwart warnte der Bischof davor, sich am eigenen Willen oder an weltlichen Erwartungen zu orientieren. Stattdessen seien Christen dazu berufen, ihre geistliche „Nahrung“ im Handeln nach Gottes Willen zu finden und so an der Sendung Christi teilzuhaben.
Bezugnehmend auf die jüngste Versammlung der Bischöfe der Russisch-Orthodoxen Kirche im Ausland unterstrich der Hierarch die Verantwortung kirchlicher Hirten. Ein Bischof sei ebenso dazu berufen, den Willen Gottes zu verwirklichen und darin seine Lebensgrundlage zu sehen – im Dienst an der Kirche als Leib Christi.
Abschließend rief er die Gläubigen dazu auf, ihr Leben aktiv als Opfergabe zu verstehen und das Werk Gottes fortzuführen. Durch die Taufe seien die Menschen mit Christus verbunden und dazu berufen, sein Wirken in der Welt fortzusetzen, indem sie ihr Leben konsequent am göttlichen Willen ausrichten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Schio neuer Patriarch von Georgien ist.