Kanada: Priester berichtete über Angebote zur Sterbehilfe im Krankenhaus
Fall aus Vancouver sorgte für anhaltende Debatte über medizinische Praxis.
Im April 2026 hat der katholische Priester Larry Holland berichtet, dass ihm während seines Krankenhausaufenthalts in Vancouver, nach einem Hüftbruch, mehrfach aktive Sterbehilfe (MAiD) angeboten wurde. Die Gespräche wurden von medizinischem Personal geführt, obwohl seine ablehnende Haltung bekannt war, wie die katholische Wochenzeitung „The B.C. Catholic“ berichtete.
Nach Angaben des Priesters wurde das Thema zunächst von einem Arzt angesprochen, der auf mögliche Entwicklungen seines Gesundheitszustands verwies, was bei Holland auf Überraschung stieß, da keine lebensbedrohliche Situation vorlag. Einige Wochen später sei das Thema erneut von einer Pflegekraft aufgegriffen worden, die dies offenbar aus Mitgefühl tat.
Der zuständige Gesundheitsdienst erklärte dazu, dass medizinisches Personal solche Gespräche auf Grundlage eigener klinischer Einschätzung führen könne und zudem verpflichtet sei, entsprechende Fragen von Patienten zu beantworten.
Der Fall wird im Kontext einer breiteren gesellschaftlichen Debatte in Kanada diskutiert, in der die Praxis der aktiven Ansprache von Sterbehilfe zunehmend kritisch betrachtet wird. Kirchliche Vertreter und Ethikexperten äußerten Bedenken hinsichtlich solcher Vorgehensweisen, insbesondere bei vulnerablen Patienten, während zugleich politische Initiativen eine stärkere Regulierung dieser Praxis anstreben.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass Bischof Johannes von Caracas und Südamerika die Liturgie in Bad Kissingen geleitet hat.