Patriarch Porfirije weihte Gedenkzentrum für den heiligen Nikolaj Velimirović
Im serbischen Kloster Lelić zog der Hierarch vor Tausenden Gläubigen Parallelen zum biblischen Bethesda
Am 3. Mai 2026 hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije im Kloster Lelić ein neues Gedenkzentrum zu Ehren des heiligen Bischofs Nikolaj Velimirović geweiht. In seiner Predigt stellte er die geistliche Bedeutung des Ortes heraus und ordnete den Heiligen in eine Reihe mit dem heiligen Sava ein, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Patriarch Porfirije zelebrierte am Festtag des heiligen Bischofs Nikolaj Velimirović von Žiča und Ohrid die Heilige Liturgie im Kloster Lelić, wo sich auch seine Reliquien befinden. Im Anschluss wurde im Beisein zahlreicher Bischöfe der Serbischen Orthodoxen Kirche das neu errichtete Haus des Heiligen geweiht, das als spirituelles, kulturelles und pädagogisches Zentrum mit Museum, Bibliothek und Veranstaltungsräumen konzipiert ist.
In seiner Predigt hob der Patriarch die herausragende Stellung des heiligen Nikolaj Velimirović' hervor und bezeichnete ihn als einen der größten serbischen Heiligen nach dem heiligen Sava. Damit stellte er ihn in die zentrale Traditionslinie der serbischen Kirche und unterstrich seine Bedeutung für Glauben, Theologie und kirchliches Leben.
Zugleich zog Patriarch Porfirije am Sonntag des Gelähmten eine Parallele zur biblischen Erzählung vom Teich von Bethesda aus dem Johannesevangelium (5,1–15): Wie sich dort Kranke in Erwartung von Heilung versammelten, strömten auch im Kloster Lelić Gläubige zusammen. Der Ort sei durch das Wirken des Heiligen zu einem „neuen Bethesda“ geworden – zu einem Raum geistlicher Heilung, Hoffnung und Erneuerung. Vollständige Predigt hier.
Der Patriarch betonte, dass die Frage Christi nach dem Willen zur Heilung auch heute jedem Menschen gelte. Das neu geweihte Zentrum in Lelić verstehe sich in diesem Sinne als Fortsetzung des Wirkens Velimirović' und als Ort, an dem Glaube, Bildung und geistliche Erneuerung zusammenfinden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die serbisch-orthodoxe Gemeinde aus Frankfurt ihren ersten Gottesdienst in einem neu angemieteten katholischen Gotteshaus in Offenbach feierte.