Zeitkapseln entdeckt: Wiener Antonius-Kirche gibt Einblick in ihre Geschichte
Fund aus dem Jahr 1904 verbindet rumänisch-orthodoxe Gemeinde mit ihrer Vergangenheit
Bei Sanierungsarbeiten an der rumänisch-orthodoxen St.-Antonius-Kirche in Wien ist am 17. April 2026 eine historische Entdeckung gemacht worden: In 32 Metern Höhe wurden zwei Zeitkapseln aus dem Jahr 1904 geborgen, wie die rumänisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa auf ihrer Webseite mitteilte.
Am Nachmittag entfernten Arbeiter das Kreuz eines Glockenturms, als Priester Ioan Moga gemeinsam mit seiner Ehefrau Patricia Moga sowie Handwerkern die verschlossenen Röhren sicherstellte. Darin befanden sich unter anderem ein Fragment der „Österreichischen Kronen Zeitung“ vom 2. Oktober 1904 sowie mehrere Dokumente zur damaligen Wiederweihe der Kirche und zur Fertigstellung von Dach und Türmen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der historischen Zeitungsnotiz über den Besuch des rumänischen Königspaares, Carol I. von Rumänien und Elisabeth von Rumänien, in Wien. Die Entdeckung wird als symbolische Verbindung zwischen der Geschichte der Kirche und der rumänischen Präsenz in der Stadt gewertet.
Die Kirche, ursprünglich 1893 errichtet und 1904 erweitert, steht derzeit wegen erheblicher Schäden unter umfassender Sanierung. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 2014 von der rumänisch-orthodoxen Gemeinde „St. Antonius der Große“ vom römisch-katholischen Erzbistum Wien übernommen. Die Finanzierung der Arbeiten erfolgt maßgeblich durch Spenden aus der Gemeinde.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das griechisch-orthodoxes Kloster in St. Andrä an seinen Neubauplänen festhält.