Patriarch Porfirije rief im Kloster Peć zu universeller Nächstenliebe auf
Serbisch-orthodoxes Kirchenoberhaupt betonte an Ostern den Sieg Christi über den Tod und die Hoffnung für alle Menschen
Nach der Osterliturgie im Patriarchatskloster von Peć in der Provinz Kosovo und Metochien hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije am Sonntag, dem 12. April 2026, zur Liebe gegenüber allen Menschen aufgerufen und die Auferstehung Christi als Antwort auf die tiefste Angst der Menschheit gedeutet. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
In seiner Ansprache zum Osterfest betonte Patriarch Porfirije, dass Christen zur Liebe gegenüber allen Menschen berufen seien – sowohl gegenüber Nahestehenden als auch gegenüber jenen, die Ablehnung oder Unverständnis zeigen. Gott verherrliche die Gerechten, liebe aber ebenso jeden Sünder und lade alle Menschen zur Gemeinschaft mit sich ein. Die Auferstehung Christi sei daher Grund zur Freude und Hoffnung für die gesamte Menschheit.
Zugleich verwies der Patriarch im Patriarchalkloster von Peć, dem traditionellen Sitz des Oberhaupts der serbisch-orthodoxen Kirche, auf die grundlegende Angst des Menschen vor dem Tod. Unabhängig von Macht, Reichtum oder Ansehen bleibe diese existentielle Furcht bestehen. Die Menschheitsgeschichte sei von dem Versuch geprägt, dieses Problem zu lösen – sei es durch Wissenschaft, Philosophie oder andere Bereiche des Lebens. Dennoch sei es dem Menschen aus eigener Kraft nicht gelungen, den Tod zu überwinden.
Die christliche Antwort darauf liege im Handeln Gottes selbst: Aus Liebe sei Christus Mensch geworden, habe den Tod auf sich genommen und ihn „von innen heraus“ besiegt. Wer im Glauben, in Hoffnung und Liebe darauf antworte, erhalte Anteil an diesem Sieg und an der Auferstehung. In dieser Perspektive eröffne sich für die Gläubigen ein neues Leben über den Tod hinaus.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Patriarch Porfirije in seiner Osterbotschaft globale Krisen im Licht biblischer Warnungen deutete.