Falscher Diakon nach Universitätsmesse in der Schweiz enttarnt
Ehemaliger Theologiestudent gab sich unrechtmäßig als kirchlicher Amtsträger aus
Ein ehemaliger Theologiestudent hat sich bei einer Hochschulmesse an der Universität Freiburg in der Schweiz unrechtmäßig als Diakon ausgegeben und am Gottesdienst mitgewirkt. Der Vorfall ereignete sich bereits im Mai 2023, wurde jedoch erst jetzt durch Medienberichte öffentlich bekannt, wie das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 27. März 2026 berichtete.
Nach Angaben des Portals hatte der Mann gegenüber der katholisch-theologischen Fakultät behauptet, er sei gültig zum Diakon geweiht. Da er als Student bekannt war, wurden seine Angaben zunächst nicht überprüft. Später kamen jedoch Zweifel auf, woraufhin Nachforschungen eingeleitet wurden.
Der Mann erklärte, er sei vom Patriarchen von Jerusalem geweiht worden und gehöre einer Ordensgemeinschaft an. Recherchen ergaben jedoch, dass weder die angebliche Weihe noch die genannte Ordensgemeinschaft existierten. Auch ein vorgelegtes Weihedokument stellte sich als Fälschung heraus.
Die Universität übergab den Fall schließlich an die Strafverfolgungsbehörden. Das Gericht verurteilte den Mann wegen Betrugs und Ausweisfälschung.
Die UOJ berichtete zuvor, dass ein katholischer Priester wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen in München vor Gericht steht.