Patriarch Kyrill empfing Regisseur Emir Kusturica im Danilow-Kloster
Künstler berichtete über neue Projekte – Austausch über Kultur, Film und gesellschaftliches Engagement
Am 19. Februar 2026 traf Patriarch Kyrill von Moskau und der ganzen Rus den serbischen Filmregisseur Emir Kusturica in der Patriarchal- und Synodalresidenz im Danilow-Kloster in Moskau. Der international bekannte Künstler stellte dabei aktuelle Vorhaben vor und sprach über kulturelle Initiativen.
Nach Angaben des Moskauer Patriarchats auf seiner Webseite berichtete Kusturica über neue Filmprojekte und seine laufende Arbeit. An dem Treffen nahm auch der Vorsitzende der Synodalabteilung für die Beziehungen der Kirche zu Gesellschaft und Medien, Wladimir R. Legoida, teil. Weitere Einzelheiten zum Inhalt des Gesprächs wurden nicht veröffentlicht.
Der 1954 in Sarajevo geborene Regisseur wurde durch preisgekrönte Filme wie „Underground“ (1995) und „Black Cat, White Cat“ (1998) weltweit bekannt. 2022 wurde er zudem zum Intendanten des Zentralen Akademischen Theaters der Russischen Armee in Moskau berufen. Kusturica konvertierte 2005 zur Orthodoxie.
Zu seinen kulturellen Projekten zählt auch das serbische Ethnodorf Drvengrad (Mećavnik) in Mokra Gora, das er ursprünglich für die Dreharbeiten zu „Das Leben ist ein Wunder“ errichten ließ. Die nach traditionellen Blockhausprinzipien gestaltete Anlage mit orthodoxer Holzkirche, Kulturstätten und Unterkünften gilt als architektonisches und künstlerisches Gesamtkonzept.
Beobachter sehen Begegnungen wie das Treffen in Moskau als Ausdruck des Dialogs zwischen Kirche, Kunst und Öffentlichkeit, der über nationale Grenzen hinausgeführt wird.
Wie die UOJ berichtete, gratulierte Patriarch Kyrill dem serbisch-orthodoxen Patriarchen Porfirije zum Jahrestag der Wahl.