Bulgarien investiert 1,5 Millionen Euro in Zufahrtsstraße zum Kloster Zographou
Regierung will Zugang und Sicherheit für Pilger auf dem Berg Athos verbessern
Die bulgarische Regierung stellt im Haushalt 2026 insgesamt 1,5 Millionen Euro für die Sanierung der Straße vom Hafen zum bulgarisch-orthodoxen Kloster Zographou auf dem Berg Athos bereit. Ziel ist es, den Zugang für Pilger und Klostermitarbeiter sicherer und leichter zu machen, wie die bulgarische Nachrichtenagentur BTA berichtete.
Der Ministerrat habe die entsprechende Mittel für Investitionen im Jahr 2026 bewilligt. Das Projekt umfasst die Modernisierung des Straßenabschnitts, der den Hafen mit dem Kloster Zographou verbindet. Die Strecke wird regelmäßig von Pilgern aus Bulgarien und dem Ausland genutzt.
Nach Angaben des Ministerrats soll die Maßnahme den Zugang zum Kloster deutlich erleichtern und zugleich die Sicherheit erhöhen. Das Kloster ist Teil des monastischen Komplexes auf dem Berg Athos, der als Kulturdenkmal von Weltrang gilt und in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen ist.
Das Kloster Zographou stand zuletzt im November 2025 im Fokus der Öffentlichkeit, als es das Herbstfest des Heiligen Georg feierte. Die Feierlichkeiten mit Liturgie und Prozession wurden von Bischof Johannes von Branitsa gemeinsam mit Abt Archimandrit Gabriel geleitet; auch eine parlamentarische Delegation aus Bulgarien nahm daran teil.
Das Kloster Zographou ist eines der 20 selbstverwalteten Athos-Klöster und gilt als geistiges Zentrum der bulgarischen Orthodoxie außerhalb Bulgariens. Seit dem Mittelalter ist es ein wichtiger Ort bulgarischer Mönchstradition, Schriftkultur und nationaler Identität. Staatliche Investitionen in die Infrastruktur werden in Sofia regelmäßig auch als Ausdruck der kulturellen und religiösen Verbundenheit Bulgariens mit dem Athos verstanden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das serbische Athos-Kloster Hilandar in Belgrad den ersten Preis für seinen Honig erhielt.