Beim Katholikentag betete orthodoxer Bischof mit Katholiken und Protestanten

Ökumenisches Gebet in Würzburg. Foto: tasthyras.wordpress.com

Am 15. Mai 2026 nahm Bischof Emmanuel von Christoupolis vom Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel an einem ökumenischen Gottesdienst im Rahmen des Katholikentags in Würzburg teil. Darüber berichtete die griechische Redaktion der UOJ.

Der Gottesdienst fand im Dom der Stadt unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ statt. Der Vertreter des Phanars betete gemeinsam mit Vertretern verschiedener Konfessionen, darunter Bischof Gerhard Feige und Pastor Christopher Easthill.

Die Predigt hielt Professorin Cornelia Richter, die den Titel einer Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Österreich trägt. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung christlicher Hoffnungsgeschichten als positive Orientierung für die Gesellschaft.

Der Gottesdienst endete mit einer symbolischen Verteilung von Sicherungskarabinern an die Anwesenden. Die Organisatoren bezeichneten die Kletterausrüstung als Symbol für Unterstützung und Vertrauen innerhalb der Gemeinschaft.

Die Veranstaltung wurde als Zeichen dafür beschrieben, dass der Ökumenismus durch gemeinsame Erfahrungen und die Überzeugung von der verbindenden Kraft des Glaubens lebendig bleibe. Zugleich betonten die Organisatoren den sozialen Charakter der Veranstaltung und erklärten, dass sie keinen tiefgehenden dogmatischen Inhalt gehabt habe.

Die Teilnahme eines orthodoxen Hierarchen an gemeinsamen Gebeten mit Katholiken und Protestanten löste erneut Diskussionen über die Grenzen der ökumenischen Bewegung in der orthodoxen Welt aus.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass die US-Abgeordnete Luna die Mobilisierung von UOK-Geistlichen für rechtswidrig hält.

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